Parkinson – Symptome wie Zittern gezielt behandeln

Die Parkinson-Krankheit ist eines der häufigsten neurodegenerativen Leiden. Bei der langsam fortschreitenden, unheilbaren Erkrankung sterben Nervenzellen ab – die Folge sind unterschiedlichste Bewegungsstörungen. Meistens wird Parkinson im mittleren oder höheren Lebensalter festgestellt. Bezeichnend für die Krankheit ist das typische Zittern, das meist in den Händen beginnt. Viele Parkinsonsymptome können heutzutage gut behandelt werden.

Die Wahrscheinlichkeit, an Parkinson zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu
Besonders gefährdet für eine Lungenentzündung sind Personen über 60 Jahre sowie Raucherinnen und Raucher.
(shutterstock)

Absterbende Nervenzellen lösen Parkinson aus

Die Parkinsonsche Erkrankung, auch Morbus Parkinson (MP), idiopathisches Parkinsonsyndrom (IPS) oder kurz nur Parkinson, ist eine Krankheit der Nerven. Umgangssprachlich wird sie auch «Schüttellähmung» genannt. Ausgelöst wird Parkinson durch das Absterben der Nervenzellen im Hirnstamm («Substantia nigra»), die den Botenstoff Dopamin produzieren. Der Dopamin-Mangel führt zu unterschiedlichen motorischen Störungen der Patientinnen und Patienten.

Die Krankheit ist durch drei typische Symptome charakterisiert: Es sind dies Rigor (spezielle Art der Steifheit bei der passiven Bewegung von Gliedmassen), Tremor (Zittern) und Hypokinese (eingeschränkte aktive Beweglichkeit). Was die Ursache des Nervenzellensterbens ist, weiss man bis heute nicht genau. Selten gibt es Parkinson-Erkrankungen, die genetisch bedingt sind, also vererbt werden – dies trifft aber nur etwa auf ein Zehntel aller Fälle zu. Die Parkinson-Krankheit ist bis heute nicht heilbar. Mit gezielten Medikamenten zur stadiengerechten Behandlung können Symptome aber gut in den Griff bekommen werden. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten am Bethesda Spital erzählen Ihnen gerne mehr.

Wichtig zu Wissen

Erfahren Sie hier alles Wesentliche über die Parkinson-Krankheit und informieren Sie sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei uns.

Parkinson betrifft vor allem die Motorik

Bereits vor den motorischen Symptomen der Parkinson-Erkrankung können nicht-motorische Beschwerden auftreten. Dazu gehören Geruchsstörungen und eine bestimmte Art von Schlafstörung (REM-Schlaf-Verhaltensstörung) mit atypisch starken Bewegungen während des Träumens.

Zur Diagnosestellung Parkinson müssen jedoch motorische Symptome wie Rigor, Tremor und Hypokinese (Muskelstarre, Zittern und Unbeweglichkeit) vorliegen, wobei nicht zwingend alle Symptome vorhanden sein müssen.

Falls darüberhinausgehende Symptome bereits im frühen Verlauf der Krankheit auftreten, handelt es sich eventuell um ein «atypisches Parkinsonsyndrom». Solche Symptome sind z.B. ausgeprägte Koordinationsstörungen, ausgeprägte autonome Störungen, Stürze und kognitive Einschränkungen. Ein atypischer Krankheitsverlauf unterscheidet sich bezüglich Prognose und Behandelbarkeit vom klassischen Morbus Parkinson.

Sind Sie unsicher, ob Sie an Parkinson leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Montag bis Freitag 8.00 bis 17.00 Uhr

 

Sekretariat PD Dr. Bauer
Tel. +41 61 315 20 33

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Neurologische Abklärungen bei Parkinson-Verdacht

Ein ausführliches Gespräch mit genauem Beschrieb der Beschwerden macht den Anfang einer Parkinson-Diagnose. Unsere Neurologinnen und Neurologen führen danach eine umfassende klinische Untersuchung durch – dabei wird unter anderem auch getestet, wie der Patient oder die Patientin auf Druck reagiert, ob die Gelenke normal funktionieren usw.

Falls das Zittern (Tremor-Symptomatik) im Vordergrund steht, empfiehlt sich eine spezielle nuklearmedizinische Diagnostik (DAT-Scan). Auch bildgebende Verfahren wie CT oder MRI werden beigezogen, um Veränderungen und Auffälligkeiten des Gehirns zu dokumentieren.
 

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Was kann man gegen Parkinson tun?


Medikamentöse Symptombehandlung

Zu Behandlung des Morbus Parkinson stehen eine Vielzahl von Medikamenten zur stadiengerechten Behandlung zur Verfügung. In den ersten 5 bis 10 zehn Jahren der Behandlung werden damit in der Regel gute Erfolge erzielt.

In fortgeschrittenen Stadien, meistens ab einer Krankheitsdauer von über 10 Jahren, wird häufig eine Kombination von mehreren Medikamenten angewendet. Trotzdem ist es dann meistens nicht mehr möglich, alle Symptome zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu unterdrücken. Eine «kausale medikamentöse Therapie», die in der Lage wäre, den Krankheitsprozess zu stoppen, gibt es leider bis heute nicht – die zur Verfügung stehende Therapien stellen rein symptomatische Behandlungen dar.


Tiefe Hirnstimulation (THS)

Bei der THS werden elektrische Stimulationen durch ins Hirn der Patientin oder des Patienten implantierte Elektroden ausgelöst. Diese Methode wird bei Wirkungsveränderungen der Medikamente oder einem schwankenden Krankheitsverlauf angewendet. Wie die medikamentöse Behandlung ist sie ebenfalls nur symptomlindernd und führt trotz guter Erfolge zu keiner Heilung der Krankheit.

Die Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson wird nur in bestimmten Zentren der Schweiz durchgeführt – gerne beraten wir Sie zu dieser Behandlungsform.

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Männer sind öfters betroffen

Die Wahrscheinlichkeit, an Parkinson zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu: Bei den 50-Jährigen ist es nur 1 %, bei den bis zu 80-Jährigen sind es bereits 3 %. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 55 Jahren.

Es sind mehr Männer als Frauen von dieser Krankheit betroffen – das Verhältnis liegt aktuell bei 2:1,3.

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Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da
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(Shutterstock)

Die Spezialistinnen und Spezialisten zum Thema Parkinson

Das Krankheitsbild Parkinson fällt in den Fachbereich unserer Neurologie. Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da – lassen Sie sich individuell von ihnen beraten, welches für Ihr Anliegen das passende Angebot der Neurologie ist.

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Wir erbringen fachübergreifend Spitzenleistungen in Medizin, Pflege und Therapie, fördern Innovation und bewegen uns auf dem neusten Stand von Forschung und Technik. Persönliche Betreuung in familiärer Atmosphäre. unsere ausgezeichnete Hotellerie sowie die ruhige Lage im Park unterstützen Ihre Genesung.

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