«Sicherheit im OP entsteht nicht nur durch moderne Medizin, sondern vor allem durch Menschen, die als Team funktionieren»
Alain Motschan, Leiter OP-Management/OP-Zentrum, Bethesda Spital
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29. Mai 2026
Eine Operation bedeutet für viele Patientinnen und Patienten vor allem eines: Anspannung. Gedanken kreisen um Fragen wie: Was passiert im Operationssaal? Wie fühlt sich eine Narkose an? Und werde ich mich sicher fühlen? Im Bethesda Spital beginnt dieses Sicherheitsgefühl nicht erst im Operationssaal, sondern bereits beim Ankommen.
So erlebte es auch eine Patientin, die für einen gynäkologischen Eingriff in die Tagesklinik kam. Medizinisch war alles geplant, die Nervosität war trotzdem gross. «Ich hatte vor allem Angst vor der Narkose, weil es meine erste war», erzählt sie. Bereits am Empfang wurde sie freundlich begrüsst und anschliessend begleitet. Ein kurzer Weg, mit grosser Wirkung: «Ich habe sofort gemerkt: Hier werde ich als Mensch wahrgenommen.»
In der Tagesklinik übernahm das Pflegeteam. Schritt für Schritt wurde die Patientin vorbereitet und verständlich durch den Ablauf geführt. Diese Orientierung gab Sicherheit und Vertrauen. Anschliessend wurde sie in die sogenannte Umbettschleuse des Operationszentrum gebracht. Dort erfolgte das Umlagern auf den OP-Tisch, ein sensibler Moment für die Patientinnen und Patienten. «Alle waren ruhig, aufmerksam und sehr respektvoll. Man hat gespürt, dass jeder Handgriff sitzt.»
«Sicherheit im OP entsteht nicht nur durch moderne Medizin, sondern vor allem durch Menschen, die als Team funktionieren»
Was Patientinnen und Patienten als ruhigen Ablauf erleben, ist das Ergebnis eines eingespielten Teams. Pflege, OP-Lagerungspflege, Anästhesie und OP-Technik arbeiten Hand in Hand, jeder Schritt ist aufeinander abgestimmt. Gerade diese Zusammenarbeit sorgt dafür, dass Sicherheit nicht nur gewährleistet ist, sondern auch spürbar wird. Auch das Anästhesieteam nahm sich bewusst Zeit. Der Anästhesist erklärte nochmals den Ablauf der Narkose, beantwortete Fragen und lenkte die Aufmerksamkeit gezielt auf positive Gedanken. «Wir haben kurz über meine Ferien gesprochen – das hat mich unglaublich beruhigt.»
Der nächste bewusste Moment war bereits das Aufwachen – zurück in der Tagesklinik. Was im Hintergrund geschieht, basiert auf präziser Planung und klar definierten Abläufen. Alain Motschan, Leiter OP-Management/OP-Zentrum am Bethesda Spital, erklärt: «Sicherheit entsteht durch Vorbereitung, klare Prozesse und ein Team, das täglich eng zusammenarbeitet. Jede Patientin und jeder Patient soll jederzeit wissen, was passiert. Diese Transparenz schafft Vertrauen und Vertrauen reduziert Angst.» Nach dem Eingriff wurde die Patientin im Aufwachraum betreut. Kurz darauf informierte der behandelnde Arzt über den guten Verlauf und die nächsten Schritte. Nach einer kurzen Erholungsphase durfte sie wieder nach Hause.
Zurückschauend bleibt für die Patientin vor allem ein Gefühl: «Ich habe mich durchgehend sicher gefühlt. Alle waren ruhig, professionell und gleichzeitig sehr menschlich. Im Nachhinein hätte ich mir viel weniger Sorgen machen müssen.»