««Schmerz kann den Alltag vollständig bestimmen. Unser Ziel ist es, ihn präzise dort auszuschalten, wo er entsteht – schnell, sicher und so schonend wie möglich.»»
Dr. med. Eckehart Schöll, Ärztlicher Leiter Notaufnahme Bethesda Spital
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17. März 2026
Schlaflose Nächte. Jeder Handgriff eine Qual. Tagsüber funktionieren – und nachts kaum zur Ruhe kommen: So erging es einer Patientin, die mit anhaltenden Schulterschmerzen in die Notaufnahme des Bethesda Spitals kam. «Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr.»
Die Notaufnahme empfing die Patientin freundlich und untersuchte sie sorgfältig – zunächst klinisch, anschliessend mittels Ultraschall. Strukturelle Schäden an der Schulter konnten rasch ausgeschlossen werden. Doch die Frage blieb: Woher kommt dieser Schmerz?
Da Schulterschmerzen ihren Ursprung oft in der Halswirbelsäule haben, wurde zur vollständigen Abklärung direkt im Haus eine weiterführende Bildgebung durchgeführt. Das MRT der Halswirbelsäule zeigte erfreulicherweise keinen pathologischen Befund. Dank der engen Zusammenarbeit der Fachbereiche können Patientinnen und Patienten bei Bedarf interdisziplinär weiter beurteilt werden – etwa durch Spezialistinnen und Spezialisten der Wirbelsäulenchirurgie, der Inneren Medizin, der Rheumatologie oder der spezialisierten Schmerzmedizin. Sie behandeln so nicht nur akute Schmerzen, sondern klären auch mögliche Ursachen ganzheitlich ab.
Und wie weiter? Abwarten oder Schmerzmittel einnehmen? Die Lösung war präzise,schonend und zielgerichtet: Unter Ultraschallkontrolle injizierte der behandelnde Arzt ein lokales Anästhetikum exakt dorthin, wo der Schmerz entstand – an die betroffene Nervenstruktur respektive in das gereizte Faszienareal. Wenige Stunden später trat die erlösende Wirkung ein: «Ich war so gut wie beschwerdefrei und unglaublich dankbar für die schnelle Hilfe.»
Was hier zum Einsatz kam, ist eine besondere Stärke der Notaufnahme am Bethesda Spital: die ultraschallgestützte periphere Regionalanästhesie (pRA). Diese betäubt gezielt einzelne Nerven, die akute Schmerzen verursachen – etwa bei Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule, der Schulter, des Knies, der Hüfte oder nach Verletzungen an Armen und Beinen.
«Gerade bei nicht lebensbedrohlichen orthopädischen Notfällen ermöglicht diese Methode eine sichere und sehr effektive Schmerzausschaltung – ohne Vollnarkose oder belastende Sedation», erklärt Dr. med. Eckehart Schöll, Ärztlicher Leiter der Notaufnahme. «Wir behandeln präzise dort, wo der Schmerz entsteht. Das ist schonend, effizient und für unsere Patientinnen und Patienten oft eine enorme Erleichterung.»
Die hohe Expertise zeigt sich auch in der Praxis: Besonders häufig kommt die Nervenblockade im Bereich der Lendenwirbelsäule zum Einsatz – ein etabliertes Verfahren bei akuten Rückenschmerzen. Auch an Schultern, Oberschenkeln oder Armen gehört die Nervenbetäubung zur Routine. Die gezielte, ultraschallgestützte Technik erlaubt eine exakte Platzierung des Medikaments und sorgt für ein hohes Sicherheitsprofil.
««Schmerz kann den Alltag vollständig bestimmen. Unser Ziel ist es, ihn präzise dort auszuschalten, wo er entsteht – schnell, sicher und so schonend wie möglich.»»
Moderne Notfallmedizin heute: Präzision beginnt bei der Abklärung – und endet beider gezielten Therapie. Für Betroffene bedeutet dies: rasche Diagnostik, sofortige fachärztliche Behandlung und in vielen Fällen eine deutliche Schmerzlinderung innerhalb kurzer Zeit – oft ohne stationären Aufenthalt. Die Notaufnahme des Bethesda Spitals hat für akute Rücken- und Gelenkschmerzen sowie orthopädische Notfälle täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Wir sind bei Schmerzen für Sie da.