Karpaltunnelsyndrom – Wenn die Hand nachts einschläft

Das Karpaltunnelsyndrom oder Carpaltunnelsyndrom (CTS) macht sich durch Gefühlsstörungen in der Handinnenseite, vor allem aber in den ersten drei Fingern, bemerkbar. CTS ist weit verbreitet und die häufigste Erkrankung, die kompressionsbedingt, also durch einen «Engpass», entsteht. Manchmal wachen Betroffene nachts auf, schütteln die kribbelnden Finger oder eingeschlafenen Hände aus und werden die Beschwerden trotzdem nicht los. Zum Glück lassen sich die Symptome gut mit einer Schiene behandeln und es muss nur selten operiert werden.

Das CTS tritt meistens bei Menschen zwischen 40 und 60 Jahren auf und zwar viel häufiger bei Frauen.
Das CTS tritt meistens bei Menschen zwischen 40 und 60 Jahren auf und zwar viel häufiger bei Frauen.
(Shutterstock)

Ein eingeengter Mittelarmnerv führt zu Störungen

Der Karpaltunnel ist ein Durchgang für Nerven und Muskeln auf der Innenseite des Handgelenks. Auch der Mittelarmnerv (Nervus medianus) läuft durch diese «Röhre» und führt durch die Handinnenfläche zu Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Ohne ihn könnten wir weder tasten noch greifen. Bei einem Karpaltunnelsyndrom schwillt das Gewebe rund um diesen Karpaltunnel an – der Nerv findet keinen Platz mehr und löst die typischen Symptome aus: Das Gefühl, dass die Finger kribbeln, die Hand einschläft oder taub wird.

Sicher kennen auch Gesunde dieses Gefühl. Doch bei ihnen tritt es nur von Zeit zu Zeit auf und verschwindet rasch wieder. Leidet man hingegen an einem Karpaltunnelsyndrom, schläft die Hand immer wieder ein und man hat Empfindungsstörungen und Schmerzen, manchmal bis zum Ellenbogen. Oft sind auch beide Hände davon betroffen.

Was sind die Auslöser eines Karpaltunnelsyndroms? Veranlagung, Hormone oder auch Vorerkrankungen wie Rheuma, Diabetes, Handgelenksverletzungen oder Sehnenscheidenentzündungen können ein CTS hervorrufen. Am wahrscheinlichsten ist aber wohl eine (Über-)Belastung. Arbeit mit dem Presslufthammer, Montagearbeiten oder Tastaturschreiben – überall beugen und strecken Betroffene ihr Handgelenk extrem und immer wieder. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten am Bethesda Spital helfen Ihnen, die Ursache herauszufinden und gezielt zu behandeln.

Wichtig zu Wissen

Erfahren Sie hier alles Wesentliche über das Karpaltunnelsyndrom und informieren Sie sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei uns.

Typisch: Kribbeln in Fingern und Handflächen

Kribbeln und ein Gefühl von Taubheit sind typische Anzeichen für ein Karpaltunnelsyndrom. Ein Symptom sind auch nächtliche Gefühlsstörungen im Daumen, Zeige- und Mittelfinger oder auch im Ringfinger – dort, wo der Mittelarmnerv hinläuft. Der kleine Finger bleibt unbehelligt. Gelegentlich ist auch die gesamte Hand betroffen oder es tauchen Handschmerzen oder Schmerzen im Bereich des Unterarms auf. Ganz selten strahlen diese bis zur Schulter aus.

Beim Velo- bzw. Autofahren oder auch beim Telefonieren kommt es bei den Fingern 1 bis 3 auch tagsüber zu Empfindungsstörungen. Hauptsächlich geschieht dies aber in der Nacht oder am Morgen, weil Schlafende dazu neigen, ihre Hand abzuknicken. Wenn man die Hand ausschüttelt, lassen die Symptome meistens nach. Motorische Einschränkung der Daumenbewegung treten meist erst spät im Krankheitsverlauf auf.

Haben Sie Anzeichen eines Karpaltunnelsyndroms? Dann zögern Sie nicht zu lange mit einer Untersuchung. Wenn die Hand immer wieder einschläft und auch schmerzt, sollten Sie sich an unsere Spezialistinnen und Spezialisten wenden.

Sind Sie unsicher, ob Sie an einem Karpaltunnelsyndrom leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Montag bis Freitag 8.00 bis 17.00 Uhr

 

Sekretariat PD Dr. Bauer
Tel. +41 61 315 20 33

Sekretariat Dr. Strub
Tel. +41 61 315 20 34

 

Klinische und neurologische Abklärungen bei Verdacht auf CTS

Den Anfang macht ein ausführliches Gespräch mit genauem Beschrieb der Beschwerden. Danach führen Neurologinnen und Neurologen eine umfassende klinische Untersuchung durch und testen dabei etwa, wie beweglich und empfindlich Finger und Handgelenk sind.

Im Bethesda Spital werden verschiedene Schritte unternommen, um Ihr Leiden abzuklären. Neben der klinischen Untersuchung können die Fachpersonen Ihr Handgelenk auch elektrophysiologisch untersuchen. Dabei wird gemessen, wie schnell Nerven einen Reiz weiterleiten, wodurch Rückschlüsse auf ein Karpaltunnelsyndrom gezogen werden können. Als weitere Diagnosemethode eignet sich die Neurosonographie, also eine Untersuchung mittels Ultraschall. Das Ultraschallbild zeigt den Nerv und die exakte Lage der engen Stelle (Kompression) im Karpaltunnel. Dadurch kann die Ärztin oder der Arzt leichter eine Entscheidung für die richtige Therapie treffen.
 

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Was hilft gegen ein Karpaltunnelsyndrom?


Konservative Behandlung zur Schmerzlinderung

Die gute Nachricht: Das CTS lässt sich mehrheitlich konservativ behandeln. Eine Operation ist also selten nötig. Haben die Betroffenen nur leichte bis mittelstarke Beschwerden, ist dies der beste Weg, um die Schmerzen zu lindern. Erst wenn starke Symptome da sind und längere Zeit andauern, sollte eine Operation in Betracht gezogen werden.

Betroffene erhalten zunächst eine Schiene für die Nacht. Dadurch kann das Handgelenk im Schlaf nicht abknicken und ein beschwerdefreies Durchschlafen wird wieder möglich. Tagsüber hilft oft eine Bandage. So wird der Nerv geschont, die Hand  kann im Alltag aber trotzdem bewegt werden.

Zudem gibt es viele Übungen zum Dehnen und Kräftigen des Handgelenks, mit denen man einem Karpaltunnelsyndrom vorbeugen kann. Auch die Handhaltung – gerade bei alltäglichen Tätigkeiten wie Tastaturschreiben, Telefonieren oder Velofahren – ist entscheidend.

Kurzfristig kann auch eine Kortison-Behandlung beim Karpaltunnelsyndrom helfen. Dabei wird Kortison entweder in Tablettenform eingenommen oder direkt ins Gelenk gespritzt. Dies ist aber reine Symptombekämpfung zur akuten Linderung der Beschwerden und keine langfristige Lösung des Problems CTS.
 

Operation des Karpaltunnelsyndroms

Führen sämtliche konservative Methoden zu keinem Erfolg oder handelt es sich um eine mittelgradige oder schwere Schädigung des Mittelarmnervs, bleibt nur die Operation. Diese sollte in einem solchen Fall unbedingt vorgenommen werden, damit es keinesfalls zu einer dauerhaften Schädigung des Nervus medianus kommt. Bei der Operation durchtrennt die Chirurgin oder der Chirurg das Karpalband, um dem Nerv Raum zu verschaffen. So wird der Schmerz gelindert und das Syndrom verschwindet langfristig.


Die Operation kann offen oder minimalinvasiv, also als Eingriff mit nur kleinsten Hautschnitten («Schlüssellochchirurgie»), durchgeführt werden. Das minimalinvasive Operationsverfahren gehört zu unseren Schwerpunkten am Bethesda Spital und wir von unseren Inhouse-Ärztinnen und Ärzten mit viel Erfahrung angeboten.

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Karpaltunnelsyndrom betrifft eher Frauen

Das CTS tritt meistens bei Menschen zwischen 40 und 60 Jahren auf und zwar viel häufiger bei Frauen. Diese sind drei- bis viermal so oft betroffen wie Männer. Von 1000 Personen sind mehr als drei vom Karpaltunnelsyndrom betroffen.

Das CTS ist die häufigste kompressionsbedingte Erkrankung im peripheren, also ausserhalb von Gehirn und Rückenmark gelegenen, Nervensystem.

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Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da
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Die Spezialistinnen und Spezialisten zum Thema Karpaltunnelsyndrom

Das Krankheitsbild Karpaltunnelsyndrom fällt in den Fachbereich unserer Neurologie. Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da – lassen Sie sich individuell von ihnen beraten, welches für Ihr Anliegen das passende Angebot der Neurologie ist.

Ihre Vorteile im Bethesda Spital

Wir erbringen fachübergreifend Spitzenleistungen in Medizin, Pflege und Therapie, fördern Innovation und bewegen uns auf dem neusten Stand von Forschung und Technik. Persönliche Betreuung in familiärer Atmosphäre. unsere ausgezeichnete Hotellerie sowie die ruhige Lage im Park unterstützen Ihre Genesung.

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