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14. September 2022

Etwas Besseres als Muttermilch gibt es nicht

Wenn eine junge Mutter ihr Kind stillt, tut sie ihm und auch sich selber viel Gutes. Trotzdem halten sich hartnäckige Stillmythen. Im Wissen um die vielen Vorteile setzt das Bethesda Spital alles daran, junge Mütter beim Stillen zu unterstützen.

Muttermilch ist die beste Ernährung für Säuglinge und eine wertvolle Gesundheitsprävention für Mutter und Kind. «Die Muttermilch passt sich laufend den Bedürfnissen des Säuglings an und ist das Beste für die Gehirn- und Organentwicklung. Ausserdem versorgt es das Baby laufend mit notwendigen Abwehrstoffen», sagt Nadja Stöckli-Rauner, Pflegefachfrau und Stillberaterin IBCLC am Bethesda Spital.

Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko, später an Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Übergewicht zu erkranken und auch für die Mutter bieten sich gesundheitliche Vorteile, wie etwa ein kleineres Brustkrebsrisiko. Zudem unterstützt das Stillen die Mutter-Kind-Beziehung und baut Stress ab. Trotzdem halten sich seit vielen Jahren einige Stillmythen hartnäckig. So erhalten junge Mamis von ihrem Umfeld oft den Rat, kein blähendes Gemüse zu essen. «Das ist völlig überholt. Eine stillende Mutter kann heute alles essen.

Das Wichtigste ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung.» Stillen soll schlaffe Brüste machen, so eine weitere Befürchtung. Auch hier winkt die Stillexpertin ab: «Die Form der Brust ist genetisch festgelegt. Während der Schwangerschaft wird sie auf das Stillen vorbereitet. Nach dem Abstillen – egal ob nach der Geburt oder später – dauert es einige Zeit, bis sich das Drüsengewebe zurückbildet und sich wieder mehr Fett einlagert.»

«Stillen ist das Beste für die Gehirn- und Organentwicklung. Ausserdem versorgt es das Baby laufend mit notwendigen Abwehrstoffen.»


Nadja Stöckli-Rauner, Pflegefachfrau und Stillberaterin IBCLC am Bethesda Spital

Stillen will gelernt sein

Viele Mamis befürchten, die Muttermilch sei zu dünn – auch dies ist ein Irrtum. «Sie ist immer genau auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt und verändert sich in ihrer Zusammensetzung je nach Alter des Säuglings.» Weil die Natur so genial eingerichtet ist, sollte so lang wie möglich gestillt werden. Hat ein Baby einen Wachstumsschub und möchte mehr trinken, produziert der Körper automatisch mehr Milch. «Deshalb ist es wichtig, nach den Bedürfnissen des Kindes zu stillen. So kann sich Angebot und Nachfrage ganz normal regulieren», so Stöckli-Rauner. «Beim Stillen sollte man die Natur walten und sich möglichst nicht von Ammenmärchen verunsichern lassen.

Stillen ist etwas, das man lernen muss. Gerade beim ersten Kind lassen sich viele durch ihr Umfeld beeinflussen. So werden diese Mythen weitergetragen.» So befürchten viele Mütter, nicht genügend Milch produzieren zu können. Wenn man den natürlichen Lauf lässt, ist die Wahrscheinlichkeit jedoch hoch, dass Muttermilch ausreichend vorhanden ist.
 

Stilltreff

Jeden dritten Dienstag im Monat laden wir Sie herzlich zum Stilltreff im Bethesda Spital ein. Das Treffen wird jeweils mit einem Kurzvortrag durch eine Stillberaterin eröffnet. Anschliessend haben Sie die Möglichkeit, unserer Stillberaterin Fragen zu stellen und sich in angenehmen Ambiente untereinander auszutauschen. Bei akuten Stillproblemem empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit unserer Stillberatung.

Zertifzierte Stillberatung im Bethesda Spital

Haben Sie Probleme beim Stillen oder sind Sie sich unsicher, ob Ihr Baby genügend Nahrung bekommt? Besuchen Sie eine unserer Stillberatungen – drei solche Sitzungen werden von Ihrer Krankenkasse in der Grundversicherung übernommen.

Unsere IBCLC-zertifizierten Stillberaterinnen stehen Ihnen bei all Ihren Fragen und Stillproblemen gerne zur Seite. Wenden Sie sich jederzeit an uns und vereinbaren Sie einen Termin.
 

Stillberatung am Bethesda Spital