18. Mai 2026
Am Montag, 18. Mai 2026 um 14.15 Uhr, wurde im Bethesda Spital ein gesundes Neugeborenes ins Babyfenster gelegt. Das Baby ist bei den Fachverantwortlichen der Geburtsklinik des Bethesda Spitals in kompetenten Händen. Zurzeit bleibt das Baby vorläufig für weitere medizinische Abklärungen im Spital.
Polizei und KESB Basel-Stadt wurden informiert
Wie in solchen Fällen vorgeschrieben, wurden umgehend die Polizei und die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) in Basel informiert. Ein Vormund wird nun die Rechte und Pflichten übernehmen, die sonst üblicherweise den Eltern des Kindes obliegen. Insbesondere wird darauf geachtet, die Privatsphäre des Kindes und seiner Mutter zu wahren.
Die Mutter hat nun während eines Jahres die Gelegenheit sich bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde in Basel zu melden und kann das Kind allenfalls zurückholen. Es wird ihr absolute Diskretion und unbürokratische Hilfestellung zugesichert, um für sie und das Kind die beste Lösung zu finden.
Falls sich die Mutter nicht meldet oder falls sie sich meldet und das Kind freigibt, ist die Adoption des Kindes nach einem Jahr möglich.
Das Babyfenster des Bethesda Spitals ist seit dem 26. November 2015 in Betrieb und ist ein Angebot für Mütter in Notsituationen. Mit diesem Hilfsangebot hat eine Mutter, die sich in einer ausweglosen Situation befindet die Möglichkeit, ihr Kind anonym in sichere, kompetente Hände zu geben. Das Babyfenster wird in Zusammenarbeit mit der Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind betrieben. (www.babyfenster.ch)
Das Baby ist das fünfte Kind, welches bei uns ins Babyfenster gelegt wurde.
Vertrauliche Geburt im Bethesda
Schwangere Frauen in Notsituationen haben auch die Möglichkeit, ihr Baby unter Wahrung ihrer Identität im Bethesda Spital Basel vertraulich gebären zu können. Beim Eintritt erhalten die Schwangeren ein Pseudonym und ihre Krankenakte wird vertraulich behandelt. An das Zivilstandsamt wird die Geburt als «vertrauliche Geburt» gemeldet, eine automatische Meldepflicht an die Einwohnerbehörden bleibt aber aus.
Weitere Informationen unter: http://www.bethesda-spital.ch/mutter-in-not