Unser Skelett verliert mit dem Alter an Festigkeit. Nimmt die Knochendichte übermässig ab, spricht man von einer Osteoporose. Statistisch gesehen erleiden jede zweite Frau und jeder fünfte Mann über 50 Jahren einen Knochenbruch - ausgelöst durch Osteoporose. Die Problematik liegt im schleichenden Abbauprozess der Knochendichte, der sich über Jahre hinziehen und nicht selten schwerwiegende Folgen haben kann. Die Abklärung und individuelle Behandlung dieser häufigsten Skeletterkrankung stellt einen wichtigen Schwerpunkt des Spektrums der Klinik Rheumatologie und Schmerzmedizin im Bethesda Spital dar.

In der Schweiz sind rund 400'000 Personen von der Erkrankung betroffen, meist handelt es sich um ältere Menschen; das weibliche Geschlecht überwiegt aufgrund hormoneller
Veränderungen in der Menopause. Durch die steigende Lebenserwartung leiden heutzutage aber auch Männer unter Osteoporose. Der Rückgang der Knochendichte ist zwar ein physiologischer Prozess, der bei Frauen in der Menopause einsetzt, sich aber oft erst Jahre später mit einem Knochenbruch manifestiert. «Erbfaktoren, Rauchen, hormonelle Störungen und bestimmte Medikamente, wie beispielsweise eine langdauernde Kortisonbehandlung können diesen Abbauprozess beschleunigen», erklärt Dr. med. Anna Thoma, stellvertretende Chefärztin Rheumatologie und Schmerzmedizin im Bethesda Spital. Der Rückgang der Knochendichte verläuft unbemerkt, oft wird die Diagnose erst mit dem Auftreten einer Fraktur gestellt. Wirbelkörperfrakturen können ohne eine äussere Gewalteinwirkung wie beispielsweise ein Sturz auftreten und sich mit einem akuten Schmerz im Rücken präsentieren. Es kommt aber auch vor, dass Frakturen in der Brust- oder Lendenwirbelsäule unbemerkt entstehen, dann aber mit der Zeit zu einer ungünstigen Statik respektive einer Fehlform der Wirbelsäule führen.

Erbfaktoren, Rauchen, hormonelle Störungen und bestimmte Medikamente, wie beispielsweise eine langdauernde Kortisonbehandlung können den Abbauprozess beschleunigen.

Dr. med. Anna Thoma, stellvertretende Chefärztin Rheumatologie und Schmerzmedizin im Bethesda Spital

Rechtzeitig abklären – Frakturen vermeiden
Damit es nicht soweit kommt, empfiehlt sich bei Frauen ab 50 Jahren eine Osteoporose-Abklärung, die sich in der Regel aus einer Knochendichtemessung und der Ermittlung
von aktuellen oder früheren Risikofaktoren für einen Knochenbruch zusammensetzt. Das Bethesda Spital verfügt über eine entsprechend moderne Infrastruktur und über die
dafür notwendige Erfahrung. Bei der ärztlichen Beratung wird die tägliche Kalziumeinnahme ermittelt. Da Kalzium der wichtigste Baustoff des Knochens ist, sollte man bereits in der Jugend, aber auch mit zunehmendem Alter auf eine kalziumreiche Ernährung achten. Erwachsene benötigen zwischen 1000 und 1200 mg Kalzium pro Tag, wobei Milchprodukte den höchsten Kalziumgehalt liefern. Bereits mit einem Becher Joghurt ist beinahe ein Viertel des Tagesbedarfs abgedeckt. Weitere Kalziumlieferanten sind grünes Gemüse, Tofu, Nüsse, Samen sowie kalziumreiches Mineralwasser. Das Knochen-«Kapital» sollte bereits im Wachstum aufgebaut und im Erwachsenenalter gestärkt werden.

Selbst eine fortgeschrittene Osteoporose lässt sich erfolgreich behandeln.

Dr. med. Anna Thoma, stellvertretende Chefärztin Rheumatologie und Schmerzmedizin im Bethesda Spital

Sehr wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, das durch Sonneneinstrahlung auf der Haut im Körper gebildet wird. «Regelmässige Bewegung an der frischen Luft und der Verzicht auf das Rauchen bzw. auf einen übermässigen Alkoholkonsum sind beeinflussbare Lifestyle-Faktoren», erklärt Dr. Thoma. Wurde eine Osteoporose diagnostiziert, können zusätzlich Medikamente zum Einsatz kommen. «Wir verfügen heutzutage über verschiedene wirksame Präparate, sodass eine auf die Patientin oder den Patienten angepasste Behandlung möglich ist. Selbst eine fortgeschrittene Osteoporose lässt sich erfolgreich behandeln.» Ein weiterer wichtiger Pfeiler des Behandlungsplanes ist die Prävention von Stürzen. Dazu bietet das Bethesda Spital verschiedene Bewegungskurse an, insbesondere eine Osteoporose-Gymnastik. Bei dieser werden gerade auch das regelmässige Treffen und der Austausch mit anderen Betroffenen sehr geschätzt.

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Wir beraten Sie gerne persönlich und individuell.

Kontakt

  • Tel.: +41 61 315 23 20
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  • Web: www.bethesda-spital.ch/rheuma

Weiterführende Informationen:

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