Beckenbodensenkung – Die Schwäche im kleinen Becken der Frau

Eine Beckenbodensenkung kann viele Ursachen haben: So können unter anderem Schwangerschaften und Geburten, körperliche Belastung, Verstopfung, hormonelle Veränderungen oder der eigene Lifestyle die Entwicklung eine Beckenbodenschwäche begünstigen. Viele Frauen fühlen sich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt – die oftmals damit einhergehende Urininkontinenz ist für viele Frauen ein unangenehmes und mit Scham behaftetes Thema. Zum Glück gibt es für dieses Problem verschiedenste wirksame Therapiemöglichkeiten – unsere Spezialistinnen und Spezialisten sind für Sie da und beraten Sie vertrauensvoll bei uns am Bethesda Spital.

Training zum Muskelaufbau im Beckenboden kann eine mögliche Behandlung sein.
Training zum Muskelaufbau im Beckenboden kann eine mögliche Behandlung sein.
(Shutterstock)

Häufige Begleiterscheinung: Scheiden- oder Gebärmuttersenkung


Was ist eine Beckenbodensenkung (lat. descensus genitalis) genau?

Der weibliche Beckenboden ist ein komplexes Gebilde bestehend aus Bindegewebe, Muskeln, Nerven und Bändern und kann als Halte- und Verschlussapparat für die Organe im Becken beschrieben werden. Durch Schwangerschaften, Geburten und andere Belastungen wird dieser Apparat geschädigt und geschwächt, weshalb sich der Beckenboden besonders im fortgeschrittenen Alter senken kann.

Das kann den ganzen Beckenboden mit seinen Organen betreffen und zu einer Gebärmutter- oder Scheidensenkung führen oder auch einen Teil des Darms absinken lassen. Störungen der Organfunktionen, zum Beispiel Entleerungsstörungen von Blase und Darm, sowie eine Blasenschwäche können die Folgen sein.


Was können Sie bei einer Beckenbodensenkung tun?

Oft lässt sich bereits mit Anpassung der Lebensweise (z. B. Gewichtsreduktion oder Stuhlregulation), Physiotherapie oder auch der Verwendung von Pessaren viel erreichen. Bei hohem Leidensdruck, Versagen konservativer Massnahmen oder Fortschreiten der Senkung kann auch ein operativer Eingriff helfen. Sprechen Sie mit unseren Spezialistinnen und Spezialisten, um die für Sie passende Behandlung bei uns am Bethesda Spital zu finden.

Wichtig zu Wissen

Erfahren Sie hier alles Wesentliche über das Krankheitsbild der Beckenbodensenkung und informieren Sie sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei uns.

Anzeichen einer Beckenbodensenkung

Nicht alle Frauen fühlen sich durch einen gesenkten Beckenboden gestört. Treten jedoch Symptome auf, sollte eine Behandlung erfolgen.

Typische Anzeichen sind:

  • Druck-, Senkungs- und Fremdkörpergefühle
  • Urininkontinenz (unkontrollierter Urinverlust) und häufiger Urindrang, z.B. nachts
  • Störungen bei der Blasen- und Stuhlentleerung
  • selten: Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein

Sind Sie unsicher, ob Sie an einer Beckenbodensenkung leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Ist eine Beckenbodensenkung gefährlich?

Eine Beckenbodensenkung ist nicht unbedingt gefährlich, ausser die Funktion eines Organs wird beeinträchtigt. Allerdings kann sie die Lebensqualität der betroffenen Frauen negativ beeinflussen. Daher ist es angebracht, etwas dagegen zu unternehmen.

Die Diagnose kann relativ einfach gestellt werden: Sie ergibt sich aus den Symptomen und einer vollständigen urogynäkologischen Untersuchung inklusive Ultraschall. Selten sind weitere Untersuchungen wie Blasen- oder Darmspiegelungen, Blasendruckmessungen oder bildgebende Verfahren notwendig.

Komplexe Fälle, wenn beispielsweise verschiedene Organsysteme involviert sind, können am Beckenbodenboard des Beckenbodenzentrums interdisziplinär besprochen und behandelt werden. Dies ist ein besonderes Angebot des Bethesda Spitals. Gerne beraten wir Sie ausführlich über Ihre Möglichkeiten bei uns.

Sind Sie unsicher, ob Sie an einer Beckenbodensenkung leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Eine Senkung erkennen und individuell behandeln


Konservative Therapien

Wir beraten Sie als Erstes zu Möglichkeiten, die Ihren Lifestyle betreffen. Dazu gehören zum Beispiel Anpassungen in den Bereichen Ernährung, Alkohol- und Kaffeegenuss, körperliche Aktivität sowie Körpergewicht. Mittels Training zum Muskelaufbau im Beckenboden, das unsere spezialisierten Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen anbieten, lassen sich viele Beschwerden bereits verbessern. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz eines Pessars, das in die Scheide eingeführt wird und dort die gesenkten Organe an ihren Ursprungsort zurück verlagert.


Operative Eingriffe als Therapie

Falls konservative Therapien nicht zielführend sind oder ein hoher Leidensdruck besteht, sind auch verschiedene operative Eingriffe möglich: Eine moderne Methode ist die Einlage von Kunststoffnetzen, um den Beckenboden zu verstärken. Dieser Eingriff wird meistens mit einer Bauchspiegelung mittels schonender Schlüsselloch-Chirurgie vorgenommen. Dank der vielen verschiedenen Möglichkeiten können wir Ihnen eine individualisierte Therapie anbieten, die Ihren Bedürfnissen genau entspricht und ihre Lebensqualität langfristig wieder erhöht. Ziel ist es immer, den Beckenboden zu rekonstruieren oder wenigstens so zu verstärken, dass die Organe wieder im kleinen Becken liegen und ihre Funktion wahrnehmen können.

Sind Sie unsicher, ob Sie an einer Beckenbodensenkung leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Jede zweite Mutter ist betroffen

Eine Beckenbodensenkung tritt meistens erst in der zweiten Lebenshälfte auf. Die Hälfte aller Frauen, die ein Kind geboren haben, leiden an einer mehr oder minder starken Senkung des Beckenbodens sowie der dazugehörigen Organe. Bei 80 Prozent der Betroffenen sind Senkung und Inkontinenz kombiniert.

Sind Sie unsicher, ob Sie an einer Beckenbodensenkung leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

«Wir legen in unserem Beckenbodenzentrum grossen Wert auf eine persönliche und individuelle Betreuung unserer Patientinnen.»


Dr. med. Jörg Humburg, Chefarzt Beckenbodenzentrum

FAQs zur Beckenbodensenkung

Wir haben die häufigsten Fragen rund um die Beckenbodensenkung zusammengetragen, beantwortet von unseren medizinischen Expertinnen und Experten.

Haben Sie weitere Fragen, die Sie hier nicht beantwortet finden? Sie können uns dazu gerne kontaktieren – wir sind gerne für Sie da.

Der weibliche Beckenboden, bestehend aus Bindegewebe, Muskeln und Bändern, kann als Halteapparat für die Organe im Becken beschrieben werden. Im Alter wird dieser Apparat zunehmend schwächer, weshalb sich der Beckenboden senken kann. Das kann den ganzen Beckenboden mit seinen Organen betreffen und zu einer Gebärmutter-, Scheiden- oder Blasensenkung führen oder auch einen Teil des Darms absinken lassen. Störungen der Organfunktionen, zum Beispiel Entleerungsstörungen von Blase und Darm, sowie eine Blasenschwäche können Symptome einer Beckenbodensenkung sein.

Nicht alle Frauen fühlen sich durch einen gesenkten Beckenboden gestört. Treten jedoch Symptome auf, sollte eine Behandlung erfolgen.

Anzeichen einer Beckenbodensenkung:

  • Druck-, Senkungs- und Fremdkörpergefühle
  • Urininkontinenz (unkontrollierter Urinverlust) und häufiger Urindrang, z.B. nachts
  • Störungen bei der Blasen- und Stuhlentleerung
  • selten: Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein

Nicht alle Frauen fühlen sich durch einen gesenkten Beckenboden gestört. Das Leiden ist auch nicht weiter riskant, sollte aber dennoch behandelt werden. Typische Anzeichen dafür sind:

  • Druck-, Senkungs- und Fremdkörpergefühle
  • Urininkontinenz (unkontrollierter Urinverlust) und häufiger Urindrang, z.B. nachts
  • Störungen bei der Blasen- und Stuhlentleerung
  • selten: Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein

Oft lässt sich bereits mit konservativen Therapien wie regelmässiger Physiotherapie und Training viel erreichen. Bei hohem Leidensdruck oder fortgeschrittener Senkung kann auch ein operativer Eingriff helfen. Sprechen Sie mit unseren Spezialistinnen und Spezialisten, um die für Sie passende Behandlung bei uns am Bethesda Spital zu finden.

Eine Beckenbodensenkung ist keine bösartige Erkrankung, aber sie kann fortschreiten. Die gestörte Funktion von Blase, Darm oder Gebärmutter sind gute Gründe für eine konservative oder operative Therapie.

Nein. In der Regel ist eine konservative Behandlung ein guter erster Schritt, der schon erfolgreich sein kann. Gezieltes Beckenbodentraining unter professioneller Anleitung hilft vielen Frauen bereits weiter – dasselbe gilt für den Einsatz eines Pessars.

Auf jeden Fall. Ein höheres Alter schliesst eine Operation nicht aus, da wir auch wenig belastende Eingriffe anbieten können.

Nein. Es gibt viele verschiedene Eingriffe, bei denen die Gebärmutter erhalten werden kann.

Dr. med. Jörg Humburg im Gespräch mit einer Patientin
Dr. med. Jörg Humburg im Gespräch mit einer Patientin
(Bethesda Spital)

Die Spezialistinnen und Spezialisten zum Thema Beckenbodensenkung

Das Krankheitsbild Beckenbodensenkung fällt in den Fachbereich unseres Beckenbodenzentrums.

Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da – lassen Sie sich individuell von ihnen beraten, welches für Ihr Anliegen das passende Angebot des Beckenbodenzentrums ist.

Ihre Vorteile im Bethesda Spital

Wir erbringen fachübergreifend Spitzenleistungen in Medizin, Pflege und Therapie, fördern Innovation und bewegen uns auf dem neusten Stand von Forschung und Technik. Persönliche Betreuung in familiärer Atmosphäre. unsere ausgezeichnete Hotellerie sowie die ruhige Lage im Park unterstützen Ihre Genesung.

Ausgezeichnete Hotellerie

Medizinische Spitzenleistung

Ihre Vorteile

Mehrfach zertifiziert

Kurse rund um den Beckenboden

Rückbildung - mit Kind

Montag, 30.05.2022 – Montag, 18.07.2022
11:00 – 12:00 Uhr

Geschlossen

Rückbildung - mit Kind

Mittwoch, 01.06.2022 – Mittwoch, 20.07.2022
16:00 – 17:00 Uhr

Rückbildung - ohne Kind

Mittwoch, 01.06.2022 – Mittwoch, 20.07.2022
17:00 – 18:00 Uhr

Geschlossen
Alle Veranstaltungen & Kurse