Myom – Wucherungen in der Gebärmutter gezielt behandeln

Viele Frauen haben ein Myom in ihrem Körper und spüren gar nichts davon. Das ist auch nicht weiter schlimm, solange das Myom keine Schmerzen oder sonstigen Beschwerden verursacht. Myome sind die häufigste gynäkologische Erkrankung der Frau – erfahren Sie hier alles darüber, wie unsere Spezialistinnen und Spezialisten Myome erkennen und gezielt behandeln.

Nur etwa ein Viertel der Frauen, die von einem Myom betroffen sind, haben Beschwerden.
Nur etwa ein Viertel der Frauen, die von einem Myom betroffen sind, haben Beschwerden.
(shutterstock)

Gutartig, aber oft Ursache von Schmerzen


Was ist ein Myom genau?

Die Definition lautet, dass es ein gutartiger Tumor in der Gebärmutter ist, bei dem Muskelzellen knotig wuchern. Je nach Grösse und Beschaffenheit löst ein Myom unterschiedliche Beschwerden aus – und im besten Fall gar keine. Ein Myom (lat. uterus myomatosus) muss nicht gefährlich sein: Die gutartigen Wucherungen sind sehr häufig, zwischen einem Drittel und der Hälfte aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter sind betroffen. Myome können winzig klein oder so gross wie ein Fussball und mehrere Kilo schwer sein – da ihr Wachstum an den Hormonspiegel gekoppelt ist, bilden sie sich meistens während der Menopause zurück.
 

Was tun bei einem Myom?

Das ist je nach Patientin verschieden: Zu den Beschwerden, die Myome auslösen können, gehören neben Unterleibsschmerzen auch verstärkte Menstruationsblutungen sowie Probleme beim Thema Kinderwunsch und Komplikationen bei der Schwangerschaft. Die Diagnose von Myomen ist heutzutage sehr einfach und es gibt neben einer Operation weitere Möglichkeiten der Behandlung. Sprechen Sie mit uns und lassen Sie uns gemeinsam den für Sie besten Weg für Ihr Wohlbefinden bestimmen!

Wichtig zu Wissen

Erfahren Sie hier alles Wesentliche über das Krankheitsbild des Myoms und informieren Sie sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei uns.

Ursache diffuser Unterleibsschmerzen

Nur etwa ein Viertel der Frauen, die von einem Myom betroffen sind, haben Beschwerden. Diese äussern sich meistens durch folgende Symptome:

  • Blutungsstörungen und daraus erfolgende Blutarmut; Zyklusstörungen,
    Verstopfung oder verstärkter Harndrang
  • Unterleibsschmerzen bei Wachstum oder Verdrehung des Myoms. Die Schmerzen können Bauch, Unterbauch, Enddarm und Blase betreffen
  • Unfruchtbarkeit und Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt

In unserer Myom-Sprechstunde sind wir gerne für Sie da und nehmen uns Zeit, Ihre Beschwerden abzuklären.

Sind Sie unsicher, ob sie ein Myom haben? Vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung.

Ist ein Myom gefährlich?

Oft lassen sich Myome beim Ultraschall innerhalb einer routinemässigen frauenärztlichen Untersuchung erkennen. So werden ihre Grösse und Lage genau bestimmt, was Aufschluss über die dadurch entstehenden Beschwerden gibt.

Auch wenn ein Myom nicht gefährlich ist, kann es doch Ursache für starke Schmerzen sein. Auch beim Thema Kinderwunsch wird in vielen Fällen eine längerfristige Therapie, die in den meisten Fällen mit einer Entfernung des Myoms einhergeht, notwendig.

Sind Sie unsicher, ob sie ein Myom haben? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung.

Myome erkennen und individuell behandeln


Operative Entfernung des Myoms

Je grösser ein Myom ist, desto grösser auch der Eingriff, um dieses zu entfernen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Frauen, die unter Unterleibsschmerzen oder unerfülltem Kinderwunsch leiden, so schnell wie möglich an unsere Spezialistinnen und Spezialisten wenden. So kann die Operation unter besten Bedingungen und mit grösstmöglicher Schonung erfolgen.

Bei der Entfernung eines Myoms kommen heute minimalinvasive Operationstechniken zum Einsatz. Dabei wird das Myom durch eine Gebärmutter- oder Bauchspiegelung entfernt. So haben Patientinnen wenig Schmerzen, erholen sich rasch wieder vom Eingriff und tragen keine grossen Narben davon. Das Bethesda Spital verfügt über sehr grosse Expertise im Bereich moderner, schonender Operationsverfahren und gehört in der Nordwestschweiz zu den ersten Adressen für solche Eingriffe.

 

Hormonelle Behandlung des Myoms

Bei sehr starken, durch ein Myom bedingten Monatsblutungen können diese durch eine Hormontherapie abgeschwächt werden. Dies hat meist keinen unmittelbaren Effekt auf das Myom, kann aber die dadurch verursachten Beschwerden manchmal deutlich verbessern. Diese Therapie eignet sich aber nur für Frauen, die keinen Kinderwunsch mehr hegen und kommt mehrheitlich bei älteren Frauen kurz vor den Wechseljahren zum Einsatz.


Weitere Behandlungsmöglichkeiten des Myoms

  • Sonata®-Behandlung: Diese neue Therapieform wird derzeit nur an spezialisierten Zentren durchgeführt. Die Klinik für Gynäkologie am Bethesda Spital bietet sie als derzeit einziges Zentrum in der Nordwestschweiz an. Bei der Sonata®-Behandlung wird das Myom im Operationssaal unter Ultraschallkontrolle mit einem speziellen Gerät erhitzt und damit zum Schrumpfen gebracht. Dieses Verfahren wird als Radiofrequenzablation oder Sonata®-Therapie bezeichnet und gilt als momentan schonendste Methode, Myome operativ zu behandeln.
     
  • Myom-Embolisation: Bei dieser Therapie werden die Blutgefässe, die das Myom versorgen, verschlossen («embolisiert»). Dies geschieht mittels kleiner Kügelchen, die über einen Katheter über die Leistenarterie eingeführt werden. So stirbt das Myom ab.

Sind Sie unsicher, ob sie ein Myom haben? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung.

Jede dritte Frau

Ausschliesslich Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter sind von dieser Krankheit betroffen: Etwa 30 bis 50 Prozent davon entwickeln während ihrer geschlechtsreifen Jahre ein Myom. So trägt jede dritte Frau zwischen 30 und 40 Jahren ein Myom in ihrer Gebärmutter.

Sind Sie unsicher, ob sie ein Myom haben? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung.

«Das Bethesda Spital verfügt über eine sehr grosse Erfahrung bei minimalinvasiven Operationen.»


Dr. med. HJ. Huemer, Chefarzt Gynäkologie & Leiter der Klinik für Frauenmedizin

FAQs zu Myomen

Wir haben die häufigsten Fragen rund um Myome zusammengetragen, beantwortet von unseren medizinischen Expertinnen und Experten. Haben Sie weitere Fragen, die Sie hier nicht beantwortet finden? Sie können uns dazu gerne kontaktieren – wir sind gerne für Sie da.

Die Grösse eines Myoms kann von weniger als einem Millimeter bis weit über 15 Zentimeter reichen. Bei einem sehr grossen Myom oder mehreren Myomen führt dies oft zu einer Grössenzunahme der Gebärmutter – auch ein angeschwollener, schmerzender Bauch kann Folge eines sehr grossen Myoms sein.

Sogar die allermeisten Myome verschwinden in den Wechseljahren ganz von selber wieder. Bis dann können sie aber jederzeit für Beschwerden sorgen, zum Beispiel wenn sie wachsen, zerfallen oder sich verdrehen.

Bösartige Myome sind sehr selten – nur in einem von tausend Fällen entartet ein Myom und wird zu einem aggressiven Tumor. Dies geschieht ausschliesslich bei Frauen nach der Menopause.

Mit der Sonata®-Therapie gibt es ein neuartiges Verfahren, das nur minim invasiv ist und eine sehr hohe Erfolgsquote aufweist.

Die bisher existierenden Daten zeigen, dass erfolgreiche Schwangerschaften nach dieser Therapie möglich sind. Gerne beantworten wir Ihre Fragen dazu in einem persönlichen Gespräch

Chefarzt, Dr. med. Hansjörg Huemer beim Ultraschall mit einer Patientin
Chefarzt, Dr. med. Hansjörg Huemer beim Ultraschall mit einer Patientin
(Bethesda Spital)

Die Spezialistinnen und Spezialisten zum Thema Myom

Das Krankheitsbild Myom fällt in den Fachbereich unseres gynäkologischen Teams.

Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da – lassen Sie sich individuell von ihnen beraten, welches für Ihr Anliegen das passende Angebot der Klinik Gynäkologie ist.

Ihre Vorteile im Bethesda Spital

Wir erbringen fachübergreifend Spitzenleistungen in Medizin, Pflege und Therapie, fördern Innovation und bewegen uns auf dem neusten Stand von Forschung und Technik. Persönliche Betreuung in familiärer Atmosphäre. unsere ausgezeichnete Hotellerie sowie die ruhige Lage im Park unterstützen Ihre Genesung.

Ausgezeichnete Hotellerie

Medizinische Spitzenleistung

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