Gebärmutterkrebs – frühe Diagnose und gezielte Behandlung

Gebärmutterkrebs ist die vierthäufigste Krebsart bei Frauen. Die Prognosen und Chancen stehen gut, wenn er in einem frühen Stadium entdeckt wird. Dies ist glücklicherweise meistens der Fall. Das Bethesda Spital hat sich auf diese Erkrankung spezialisiert – erfahren Sie hier alles darüber, wie unsere Spezialistinnen und Spezialisten Gebärmutterkrebs erkennen und gezielt behandeln.

Gebärmutterkrebs ist die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau. Das Erkrankungsrisiko steigt nach dem 50. Lebensjahr stark an.
Gebärmutterkrebs ist die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau. Das Erkrankungsrisiko steigt nach dem 50. Lebensjahr stark an.
(shutterstock)

Gute Chancen bei früher Entdeckung


Was ist Gebärmutterkrebs (lat. Endometriumkarzinom) genau?

Das Endometriumkarzinom entwickelt sich aus der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) heraus und betrifft primär Frauen nach den Wechseljahren. Dieser bösartige Tumor wächst sehr langsam, weshalb die Chancen gross sind, dass man ihn in einem frühen Stadium entdeckt und sofort gezielt behandeln kann. Bis auf Blutungsstörungen verläuft er meistens ohne Symptome. Gebärmutterkrebs darf nicht mit Gebärmutterhalskrebs verwechselt werden, das sind zwei unterschiedliche Krebsarten.
 

Was tun bei Gebärmutterkrebs?

Die häufigste Behandlungsmethode ist die Operation. Bestätigt sich die Diagnose auf ein Endometriumkarzinom, müssen neben der Gebärmutter auch die Eierstöcke und die Eileiter vollständig entfernt werden. Betroffene Frauen können danach keine Kinder mehr bekommen. Tauchen bei einer Frau nach der Menopause Blutungsstörungen auf, sollte dies unbedingt von einer Fachperson rasch abgeklärt werden. Die Früherkennung ist bei allen Krebsarten entscheidend. Sprechen Sie mit uns!

Wichtig zu Wissen

Erfahren Sie hier alles Wesentliche über das Krankheitsbild Gebärmutterkrebs und informieren Sie sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei uns.

Asymptomatischer Verlauf im frühen Stadium

In den Anfangsstadien verursacht der Krebs kaum Beschwerden. Erste Anzeichen sind folgende:

  • Blutungsstörungen
  • übelriechender Ausfluss aus der Scheide
  • Blutungen nach den Wechseljahren (Menopause)
  • bei Frauen vor den Wechseljahren: Zwischenblutungen oder ungewöhnlich heftige Blutungen
  • häufig asymptomatischer Verlauf, insbesondere in den Anfangsstadien

Sind Sie unsicher, ob Sie ein Endometriumkarzinom haben? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Ist Gebärmutterkrebs gefährlich?

Die bösartige Erkrankung am Gebärmutterkörper ist weniger gefährlich als andere Krebsarten. Der Tumor wächst langsam und wird meistens früh erkannt. Durch die operative Behandlung stehen die Chancen auf Heilung gut – die Überlebensrate ist im Vergleich zu anderen Krebsarten hoch.

Oft lässt sich der Gebärmutterkrebs mittels eines Ultraschalls der Gebärmutter und der Unterleibsorgane erkennen. Darauf folgt häufig zusätzlich eine Gebärmutterspiegelung. Biopsien, also Gewebeuntersuchungen, sind ebenfalls gebräuchlich. Dies geschieht ambulant mit einer sogenannten Pipelle, einem dünnen Stäbchen, mit dem man Gewebeproben der Gebärmutterhöhle entnimmt. Diese Proben werden anschliessend im Labor untersucht.

Sind Sie unsicher, ob Sie ein Endometriumkarzinom haben? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Gebärmutterkrebs erkennen und individuell behandeln


Entfernung durch eine Operation

Die Behandlung erfolgt vor allem durch eine Operation. Dabei müssen die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke komplett entnommen werden. Meistens werden auch sogenannte Wächter-Lymphknoten operativ entfernt. Damit bezeichnet man Lymphknoten, die am nächsten beim Tumor liegen. Dabei geht es darum herauszufinden, ob der Tumor eventuell schon mikroskopisch gestreut hat.

Diese Technik hat die früher gängige Entfernung aller Lymphknoten im Becken praktisch vollständig ersetzt. Der Vorteil ist, dass die Wächter-Lymphknotenentfernung einerseits viel weniger Nebenwirkungen und andrerseits noch genauerer Aussagekraft hat. Die Klinik für Gynäkologie am Bethesda Spital war eines der ersten Zentren in der Schweiz, die diese Technik eingeführt hat – mittlerweile ist sie Standard.


Therapie bei Frauen vor der Menopause

Im Einzelfall können bei Frauen vor der Menopause die Eierstöcke erhalten werden. Haben Patientinnen ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen, kann anstelle einer Operation auch eine medikamentöse Therapie diskutiert werden.


Ausgeprägte Erfahrung auf diesem Gebiet

Das Bethesda Spital verfügt über eine sehr grosse Erfahrung bei minimalinvasiven Operationen und der sogenannten Wächterlymphknotentechnik. Diese kennt man schon länger vom Brust- und Hautkrebs her. Konzentriert man sich nur auf diese Wächterlymphknoten, die am nächsten am Tumor liegen, besteht die Möglichkeit, viel detaillierter mit vielen Schnitten auch kleinste Tumorabsiedlungen zu analysieren. Sind die Wächterlymphknoten frei von Tumorzellen, ist davon auszugehen, dass die Lymphknoten, die dahinter liegen, auch unauffällig sind. Zudem gibt es am Bethesda Spital eine Interdisziplinäre Tumorkonferenz, an welcher die Fälle von Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen besprochen werden.

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Etwa 1000 Neuerkrankungen jährlich

Gebärmutterkrebs ist die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau. Das Erkrankungsrisiko steigt nach dem 50. Lebensjahr stark an. Die Hälfte der Patientinnen ist bei der Diagnose zwischen 50 und 69 Jahre alt, etwas mehr als 40 % sind 70-jährig oder älter. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 65 Jahren. Betroffen sind insbesondere Frauen mit den Risikofaktoren Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck.

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«Das Bethesda Spital verfügt über eine sehr grosse Erfahrung bei minimalinvasiven Operationen.»


Dr. med. HJ. Huemer, Chefarzt Gynäkologie & Leiter der Klinik für Frauenmedizin

FAQs zum Gebärmutterkrebs

Wir haben die häufigsten Fragen rund um den Gebärmutterkrebs zusammengetragen, beantwortet von unseren medizinischen Expertinnen und Experten.

Haben Sie weitere Fragen, die Sie hier nicht beantwortet finden? Sie können uns dazu gerne kontaktieren – wir sind gerne für Sie da.

Das Endometriumkarzinom entwickelt sich aus der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) heraus und betrifft primär Frauen nach den Wechseljahren. Dieser bösartige Tumor wächst sehr langsam, weshalb die Chancen gross sind, dass man ihn in einem frühen Stadium entdeckt und sofort gezielt behandeln kann. Bis auf Blutungsstörungen verläuft er meistens ohne Symptome. Gebärmutterkrebs darf nicht mit Gebärmutterhalskrebs verwechselt werden, das sind zwei unterschiedliche Krebsarten.

Die häufigste Behandlungsmethode ist die Operation. Bestätigt sich die Diagnose auf ein Endometriumkarzinom, müssen neben der Gebärmutter auch die Eierstöcke und die Eileiter vollständig entfernt werden. Betroffene Frauen können danach keine Kinder mehr bekommen. Tauchen bei einer Frau nach der Menopause Blutungsstörungen auf, sollte dies unbedingt von einer Fachperson rasch abgeklärt werden. Die Früherkennung ist bei allen Krebsarten entscheidend. Sprechen Sie mit uns!

In den Anfangsstadien verursacht der Krebs kaum Beschwerden. Erste Anzeichen sind folgende:
 

  • Blutungsstörungen
  • übelriechender Ausfluss aus der Scheide
  • Blutungen nach den Wechseljahren (Menopause)
  • bei Frauen vor den Wechseljahren: Zwischenblutungen oder ungewöhnlich heftige Blutungen
  • häufig asymptomatischer Verlauf, insbesondere in den Anfangsstadien

Die bösartige Erkrankung am Gebärmutterkörper ist weniger gefährlich als andere Krebsarten. Der Tumor wächst langsam und wird meistens früh erkannt. Durch die operative Behandlung stehen die Chancen auf Heilung gut – die Überlebensrate ist im Vergleich zu anderen Krebsarten hoch.

Oft lässt sich der Gebärmutterkrebs mittels eines Ultraschalls der Gebärmutter und der Unterleibsorgane erkennen. Darauf folgt häufig zusätzlich eine Gebärmutterspiegelung. Biopsien, also Gewebeuntersuchungen, sind ebenfalls gebräuchlich. Dies geschieht ambulant mit einer sogenannten Pipelle, einem dünnen Stäbchen, mit dem man Gewebeproben der Gebärmutterhöhle entnimmt. Diese Proben werden anschliessend im Labor untersucht.

Die Behandlung erfolgt vor allem durch eine Operation. Dabei müssen die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke komplett entnommen werden. Neu werden auch sogenannte Wächterlymphknoten operativ entfernt, wenn diese befallen sind. Damit bezeichnet man Lymphknoten, die am nächsten beim Tumor liegen und auf Karzinome hindeuten können. Die Ansprechraten bei Operationen liegen bei bis zu 60 %.

In den Anfangsstadien verursacht der Krebs kaum Beschwerden. Erste Anzeichen sind folgende:

  • Blutungsstörungen
  • übelriechender Ausfluss aus der Scheide
  • Blutungen nach den Wechseljahren (Menopause)
  • bei Frauen vor den Wechseljahren: Zwischenblutungen oder ungewöhnlich heftige Blutungen
  • häufig asymptomatischer Verlauf, insbesondere in den Anfangsstadien

Die Früherkennung ist bei allen Krebsarten entscheidend. Sprechen Sie mit uns!

Chefarzt, Dr. med. Hansjörg Huemer beim Ultraschall mit einer Patientin
Chefarzt, Dr. med. Hansjörg Huemer beim Ultraschall mit einer Patientin
(Bethesda Spital)

Die Spezialistinnen und Spezialisten zum Thema Gebärmutterkrebs

Das Krankheitsbild Gebärmutterkrebs fällt in den Fachbereich unseres gynäkologischen Teams.

Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da – lassen Sie sich individuell von ihnen beraten, welches für Ihr Anliegen das passende Angebot der Klinik für Gynäkologie ist.

Ihre Vorteile im Bethesda Spital

Wir erbringen fachübergreifend Spitzenleistungen in Medizin, Pflege und Therapie, fördern Innovation und bewegen uns auf dem neusten Stand von Forschung und Technik. Persönliche Betreuung in familiärer Atmosphäre. unsere ausgezeichnete Hotellerie sowie die ruhige Lage im Park unterstützen Ihre Genesung.

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