Mehr als Regelschmerz – Endometriose erkennen und behandeln

Etwa jede 10. Frau ist von Endometriose betroffen und leidet Monat für Monat aufs Neue. Die Schmerzen machen sich häufig während der Regel oder beim Geschlechtsverkehr bemerkbar und können die Lebensqualität der betroffenen Frauen stark einschränken. Welches sind Symptome einer Endometriose, wie lässt sie sich diagnostizieren und behandeln? Unsere Spezialistinnen und Spezialisten helfen Ihnen weiter.

Frau mit Bauchschmerzen oder Regelschmerzen. Vielleicht Endometriose?
Frau mit Bauchschmerzen oder Regelschmerzen. Vielleicht Endometriose?
(shutterstock.com)

Wenn der Schmerz zur Regel wird


Wie erkennt man eine Endometriose?

Kämpft eine Frau Monat für Monat stärker als ihre Geschlechtsgenossinnen mit Schmerzen, leidet sie vielleicht unter Endometriose. Endometriose bezeichnet die Ansiedlung von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausserhalb der Gebärmutterhöhle. Wird die Schleimhaut am falschen Ort abgestossen, kann dies heftige Schmerzen verursachen. Die genaue medizinische Ursache ist ungeklärt, daher kursieren verschiedenen Theorien. Sicher ist nur: Endometriose ist eine der häufigsten Frauenkrankheiten, rund 10 % der Frauen sind davon betroffen.


Was tun bei Endometriose? 

Endometriose ist zwar sehr schmerzhaft, aber eine gutartige Erkrankung. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten untersuchen die betroffenen Frauen und planen danach sorgfältig eine individuelle Behandlung. Als Therapie kommen etwa eine medikamentöse Behandlung oder ein minimalinvasiver Eingriff in Frage. Wenn Sie unter chronischen Bauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder einem unerfüllten Kinderwunsch leiden, könnte Endometriose die Ursache sein. Sprechen Sie mit uns und wir finden die für Sie passende Therapie.

Wichtig zu Wissen

Erfahren Sie hier alles Wesentliche über das Krankheitsbild der Endometriose und informieren Sie sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei uns.

Schmerzhafte Menstruation = Endometriose?

Typische Beschwerden treten im Rahmen der Regelblutung auf. Endometriose könnte aber auch die Ursache dafür sein, dass eine Patientin keine Kinder bekommen kann. Durch Endometriose bedingte Schmerzen äussern sich vielseitig:

  • Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und um die Menstruationsblutung herum
  • chronische Unterbauchschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Stuhlgang oder bei der Blasenentleerung
  • Rückenschmerzen
  • Energielosigkeit und fehlender Antrieb

Sind Sie unsicher, ob Sie an Endometriose leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Wie erkennt man eine Endometriose?

In einem ersten Schritt sprechen betroffene Frauen ausführlich mit unseren Expertinnen und Experten und schildern ihre persönlichen Symptome. Dieses Gespräch kann bereits auf eine etwaige Diagnose Endometriose hinweisen. Zusätzlich werden die Patientinnen sorgfältig gynäkologisch, entweder tastend oder mittels Ultraschall, untersucht. So lassen sich allerdings nur grössere Schleimhautansammlungen feststellen. Kleinere Herde erkennt man oft erst bei einer diagnostischen Bauchspiegelung (Laparoskopie).

Mittels einer schonenden Bauchspiegelung lassen sich auch Gewebeproben aus der angesammelten Schleimhaut entnehmen und untersuchen. So können die Expertinnen und Experten ihre Diagnose absichern und eine weiterführende Behandlung einleiten. Abhängig vom individuellen Befund und einer allfälligen Operationsplanung kann auch ein MRI (Magnetresonanztomographie) hilfreich sein.

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Endometriose erkennen und individuell behandeln


Hormonelle Behandlung der Endometriose

Endometriose-bedingte Schmerzen und Krämpfe lassen sich auch hormonell und medikamentös behandeln. Da sich die Endometriose-Herde im monatlichen Zyklus unter der Einwirkung des weiblichen Hormons Östrogen aufbauen, hilft die Einnahme von Medikamenten, welche die körpereigene Hormonproduktion beeinflussen, zum Beispiel in Form der sogenannten «Mini-Pille». Sie halten den Östrogenspiegel niedrig. Frauen können ihren Schmerzen aber auch mit einer Hormonspirale entgegenwirken. Sprechen Sie mit unseren Ärztinnen und Ärzten ausführlich über ihre persönliche Situation, vor allem wenn Sie sich Kinder wünschen.


Schmerzsymptome der Endometriose lindern

Selbstverständlich lassen sich Beschwerden auch mit Schmerzmitteln wirksam lindern. Allerdings ist diese Therapieform nur ein kurzzeitiger Ausweg aus der Endometriose. Wer über längere Zeit regelmässig Schmerzmittel einnimmt, muss mit Nebenwirkungen rechnen. Lassen Sie sich daher über nachhaltigere Lösungen aufklären und besprechen Sie mit unseren Spezialistinnen und Spezialisten, was für Sie persönlich möglich und erwünscht ist.


Endometriose-Herde operativ entfernen

In manchen Fällen führt nichts an einer Operation vorbei: Die Endometriose-Herde müssen operativ entfernt oder direkt zerstört werden. Dieser Eingriff wird von unseren Ärztinnen und Ärzten sorgfältig geplant und erfolgt minimalinvasiv im Rahmen einer Bauchspiegelung. Die gute Nachricht: Eine solche Operation kann dazu führen, dass ein bisher von der Endometriose verunmöglichter Kinderwunsch sich danach erfüllt.

Je nachdem wie es um die Familienplanung steht, wird eine medikamentöse Behandlung oder ein operativer Eingriff bevorzugt. In seltenen Fällen, und wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt, kann man darüber diskutieren, Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke zu entfernen. Das Bethesda Spital ist bekannt für seine modernen und schonenden Operationsverfahren und verfügt in diesem Bereich über eine grosse Expertise.

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Jede zehnte Frau ist betroffen

An der gutartigen Krankheit Endometriose leiden ausschliesslich Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter. Man geht davon aus, dass etwa jede 10. Frau Endometriose hat. Schweizweit sind das rund 190’000 Frauen.

Wichtig zu wissen: Bei Endometriose handelt es sich nicht um Krebs.

Sind Sie unsicher, ob Sie an Endometriose leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

«Das Bethesda Spital verfügt über eine sehr grosse Erfahrung bei minimalinvasiven Operationen.»


Dr. med. HJ. Huemer, Chefarzt Gynäkologie & Leiter der Klinik für Frauenmedizin

FAQs zur Endometriose

Wir haben die häufigsten Fragen rund um Endometriose zusammengetragen, beantwortet von unseren medizinischen Expertinnen und Experten.

Haben Sie weitere Fragen, die Sie hier nicht beantwortet finden?
Sie können uns dazu gerne kontaktieren – wir sind gerne für Sie da.

Typische Beschwerden treten im Rahmen der Regelblutung auf. Endometriose könnte aber auch die Ursache dafür sein, dass eine Patientin keine Kinder bekommen kann. Endometriose-bedingte Schmerzen äussern sich vielseitig:

  • Schmerzen in der zweiten Zyklushälfte und um die Menstruationsblutung herum
  • chronische Unterbauchschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Stuhlgang oder bei der Blasenentleerung
  • Rückenschmerzen
  • Energielosigkeit und fehlender Antrieb

In einem ersten Schritt sprechen betroffene Frauen ausführlich mit unseren Expertinnen und Experten und schildern ihre persönlichen Symptome. Dieses Gespräch kann bereits auf eine etwaige Diagnose Endometriose hinweisen. Zusätzlich werden die Patientinnen sorgfältig gynäkologisch, entweder tastend oder mittels Ultraschall, untersucht. So lassen sich allerdings nur grössere Schleimhautansammlungen feststellen. Kleinere Herde erkennt man oft erst bei einer diagnostischen Bauchspiegelung (Laparoskopie).

Mittels einer schonenden Bauchspiegelung lassen sich auch Gewebeproben aus der angesammelten Schleimhaut entnehmen und untersuchen. So können die Expertinnen und Experten ihre Diagnose absichern und eine weiterführende Behandlung einleiten. Abhängig vom individuellen Befund und einer allfälligen Operationsplanung kann auch ein MRI (Magnetresonanztomographie) hilfreich sein.

Es gibt verschiedene Theorien dazu, warum eine Endometriose entsteht. So wird beispielsweise vermutet, dass Zellen aus der Gebärmutterschleimhaut in andere Bereiche des Körpers gelangen und sich dort ansiedeln. Auch wird angenommen, dass ein gestörtes Zusammenspiel der Hormone oder des Immunsystems eine Rolle spielen.

Endometriose ist zwar sehr schmerzhaft, aber eine gutartige Erkrankung. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten untersuchen die betroffenen Frauen und planen danach sorgfältig eine individuelle Behandlung. Als Therapie kommen etwa eine medikamentöse Behandlung oder ein minimalinvasiver Eingriff in Frage. In ganz seltenen Fällen muss die Gebärmutter ganz entfernt werden. Wenn Sie unter chronischen Bauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder einem unerfüllten Kinderwunsch leiden, könnte Endometriose die Ursache sein. Sprechen Sie mit uns und wir finden die für Sie passende Therapie.

Endometriose ist eine gutartige Erkrankung. Trotzdem sollte sie behandelt werden, denn abgesehen von den Beeinträchtigungen durch Schmerzen kann es zu Verwachsungen im Bauchraum oder Verklebungen als möglichen Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch, kommen.

Die Spezialistinnen und Spezialisten zum Thema Endometriose

Das Krankheitsbild Endometriose fällt in den Fachbereich unseres gynäkologischen Teams.

Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da – lassen Sie sich individuell von ihnen beraten, welches für Ihr Anliegen das passende Angebot der Klinik Gynäkologie ist.

Ihre Vorteile im Bethesda Spital

Wir erbringen fachübergreifend Spitzenleistungen in Medizin, Pflege und Therapie, fördern Innovation und bewegen uns auf dem neusten Stand von Forschung und Technik. Persönliche Betreuung in familiärer Atmosphäre. unsere ausgezeichnete Hotellerie sowie die ruhige Lage im Park unterstützen Ihre Genesung.

Ausgezeichnete Pflege & Hotellerie

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