Céline Brotzki ist seit Januar 2020 Berufsbildnerin Pflege in der Bethesda Spital AG. Wir haben Céline interviewt um Ihre Funktion und die Aufgaben dieser wichtigen Funktion kennen zu lernen.

 

Céline, Du bist nun seit ein paar Monaten im Bethesda Spital. Was hat dich dazu bewogen, ins Bethesda zu wechseln?

Zuvor arbeitete ich sieben Jahre im REHAB Basel und übernahm in den letzten vier Jahren die Funktion als hauptverantwortliche Berufsbildnerin der Station. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und auch die Arbeit hat mir wirklich gut gefallen. Jedoch stand ich in meinem Privatleben vor einer grossen Herausforderung und benötigte einen Cut um mit der Situation abzuschliessen. Die Arbeit mit Studierenden hat mir immer sehr viel Freude bereitet. Durch den normalen Alltag in der Pflege war es mir jedoch nicht möglich, den PatientInnen und den Studierenden gleichermassen gerecht zu werden. Das neue Stellenprofil der Berufsbildenden hier im Bethesda Spital macht genau das möglich. Das Stelleninserat fiel mir quasi zum richtigen Zeitpunkt in den Schoss sodass ich mich voller Elan beworben habe und nun hier bin..

Ich erlebe die Pflege sehr professionell und wertschätzend, was mir persönlich äusserst wichtig ist.

Céline Brotzki, Dipl. Pflegefachfrau HF/Berufsbildnerin

Wie erlebst du die Pflege in unserem Betrieb?

Ich erlebe die Pflege sehr professionell und wertschätzend, was mir persönlich äusserst wichtig ist. Den PatientInnen treten wir empathisch und respektvoll gegenüber und nehmen sie in ihrer aktuellen Situation wahr. Die Pflege hier im Betrieb ist nicht zu vergleichen mit der Pflege die ich die letzten sieben Jahren gewohnt war. Es gibt vieles zu lernen und die unterschiedlichen Disziplinen gestalten den Arbeitsalltag sehr interessant. Auch die Interaktion mit den anderen Professionen empfinde ich als sehr angenehm. Ich bin gespannt, was mich noch erwartet.

Einer der eindrücklichsten Momente war, als ein Wachkoma Patient das erste Mal wieder Eigeninitiative ergriff.

Céline Brotzki, Dipl. Pflegefachfrau HF/Berufsbildnerin

Welches war dein bisher schönstes Erlebnis bei der Ausführung deines Berufes?

Die Arbeit in der Pflege sowie in der Berufsbildung bringt sehr viele schöne Erlebnisse mit sich. Welches das schönste war kann ich so gar nicht sagen, da der Kontext jeweils ganz anders war. Einer der eindrücklichsten Momente war, als ein Wachkoma Patient das erste Mal wieder Eigeninitiative ergriff. Ein Erlebnis welches ich erst kürzlich hatte, war eine Begegnung mit einer ehemaligen Patientin, die eine schwere Diagnose erhalten hatte. Wir wussten alle nicht, wie es mit ihr weitergehen wird – es hat mich so gefreut sie nach über zwei Jahren wieder gesund und glücklich zu sehen.

Mir ist es wichtig, dass Studierende mit ihren Herzensangelegenheiten - sei das beruflich oder privat - offen auf mich zukommen können und wissen, dass ich mit allen Mitteln versuche, sie zu unterstützen.

Céline Brotzki, Dipl. Pflegefachfrau HF/Berufsbildnerin

Du wirst bei uns die Funktion der Berufsbildnerin übernehmen und hast dadurch mit vielen jungen Berufseinsteigerinnen zu tun. Was ist dein Herzensanliegen in der Arbeit mit diesen Jugendlichen?

Jugendliche stehen während ihrer Ausbildung unter einer enormen persönlichen und charakterlichen Veränderung. Damit steht für mich nicht nur der schulische und berufliche Aspekt im Vordergrund, sondern auch das seelische Wohlergehen. Ein gutes Vorbild und Einfühlungsvermögen in die emotionale Welt der Studierenden sind während ihrer Entwicklung sehr wichtig. Die zukünftige Pflege-Generation durchlebt einen grossen Wandel und es wird sehr viel von ihnen verlangt, was eine dauernde Stresssituation hervorrufen kann. Häufig suchen die jungen Menschen in diesem Alter ihr eigenes ich sowie ihren Platz in der Gesellschaft. Gerade in dieser entscheidenden Phase sehe ich es als notwendig, alle Sensoren offen zu halten und mit einem guten Beispiel voranzugehen. Mir ist es wichtig, dass Studierende mit ihren Herzensangelegenheiten - sei das beruflich oder privat - offen auf mich zukommen können und wissen, dass ich mit allen Mitteln versuche, sie zu unterstützen. Ich bin überzeugt von einer positiven Fehlerkultur. Weder diplomiertes Personal noch Studierende sollten Angst davor haben, Fehler zu machen bzw. diese mitzuteilen. Vertrauen sehe ich hier als wichtige Grundbasis für ein gesundes Lernklima.

Mein Herzensanliegen ist es, die Studierenden umfassend in den Bereichen Schule, Beruf und persönliche Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen mit einem hohen Mass an Respekt und Professionalität.

Bist Du auch so begeisterungsfähig und neugierig wie Céline?

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Alle weiteren Informationen und Deine Kontaktperson findest Du hier auf unserer Webseite.

 

 

 



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