Arthritis – Entzündliche Gelenke erkennen und behandeln

Arthritis bezeichnet die Entzündung von Gelenken. Sie ist nicht mit der Arthrose, bei welcher eher die Abnutzung der Gelenke im Vordergrund steht, zu verwechseln. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer infektiösen Arthritis und einer sterilen, autoimmunen Arthritis.  Kleine Finger- oder Zehengelenke, Hand- und Sprunggelenke, aber auch grössere Gelenke und die Wirbelsäule (Morbus Bechterew) können von Arthritis betroffen sein. Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine häufige autoimmune Arthritis, welche viele Gelenke befallen kann. Die Ursache der RA ist nicht bekannt, aber ein wichtiger Risikofaktor der RA ist das Rauchen. Das Bethesda Spital bietet eine spezielle «Arthritis Sprechstunde» an und ist gerne Ihr Ansprechpartner.

Das Risiko, an Arthrose zu erkranken, steigt mit dem Alter.
Das Risiko, an Arthrose zu erkranken, steigt mit dem Alter.
(Shutterstock)

Arthritis fachärztlich untersuchen lassen

Die Entzündung eines Gelenks wird als Arthritis (Mehrzahl: Arthritiden) bezeichnet. Eine Arthritis kann viele mögliche Ursachen haben und sollte immer untersucht werden. Denn oft sind bei einer Arthritis auch andere Gewebe entzündlich betroffen. Je nach Ursache oder nach Krankheitsstadium können Arthritiden ein einziges (Monarthritis), wenige (Oligoarthritis) oder viele (Polyarthritis) Gelenke betreffen. Die chronischen Entzündungen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit der betroffenen Gelenke und damit die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Erkrankten.

Chronische Arthritiden, die länger als sechs Wochen bestehen oder immer wieder schubartig auftreten, sollten unbedingt von einem Facharzt oder einer Fachärztin beurteilt werden. Die rheumatoide Arthritis, die Gicht und die Pseudogicht (auch Chondrokalzinose oder CPPD genannt) sind relativ häufige chronische Arthritiden. Bei der rheumatoiden Arthritis (RA), früher als PCP (primäre chronische Polyarthritis) bezeichnet, kann die Entzündung die Gelenke über die Zeit schwer schädigen, was aber heute dank moderner Medikamente nur noch selten der Fall ist. Als Spondarthritiden werden Arthritiden der Wirbelsäule bezeichnet. Dazu zählen etwa der Morbus Bechterew, die Psoriasisarthritis sowie die Spondarthritis bei entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).

Wichtig zu Wissen

Erfahren Sie hier alles Wesentliche über Arthritis und informieren Sie sich über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bei uns.

Arthritis macht sich in kleinen Gelenken bemerkbar

Symptome der Arthritis sind stechende Gelenkschmerzen, eine deutliche Gelenksteifigkeit und Schwellungen der Gelenke. Typisches Anzeichen ist die Morgensteifigkeit der Gelenke, die eine oder mehrere Stunden andauern kann. Dabei kann teilweise nicht mal mehr die Faust geschlossen werden.

Wie äussert sich Arthritis sonst noch? Im Anfangsstadium macht sich die Gelenkentzündung in kleinen Gelenken wie in den Fingern oder Zehen bemerkbar. Die entzündeten Gelenke schwellen an, schmerzen sogar in Ruhe und reagieren empfindlich auf Druck. Häufig sind sie auch überwärmt.

Schreitet die Arthritis in den nächsten Wochen oder Monaten voran, erkranken weitere Gelenke, dieses Mal die grösseren: Gelenke in Ellbogen, Schulter, Knie und Hüfte können betroffen sein. Die Entzündungen können auch auf Sehnenscheiden und Schleimbeutel übergreifen.

Achten Sie auch auf sogenannte Allgemeinsymptome, denn die Entzündungsprozesse einer rheumatoiden Arthritis beeinträchtigen den gesamten Organismus: Sie äussern sich durch Müdigkeit, Unwohlsein, Leistungsschwäche, leichtes Fieber, Nachtschweiss und gelegentlich auch Gewichtsabnahme.

Sind Sie unsicher, ob Sie an Arthritis leiden? Dann vereinbaren Sie einen Termin für eine Untersuchung!

Wünschen Sie eine medizinische Abklärung? So kontaktieren Sie bitte unser Blasen- und Beckenbodenzentrum.

Klinische Untersuchungen und Labortests bei Arthritis-Verdacht

Die Fachärztin oder der Facharzt Rheumatologie wird bei Verdacht auf Arthritis in erster Linie eine genaue Anamnese (Krankengeschichte) erheben und Sie klinisch untersuchen. Bestehen zum Zeitpunkt der Untersuchung typische Symptome einer Arthritis, sollte die Gelenkentzündung unbedingt mit objektiven Untersuchungsmethoden festgehalten werden. Am Bethesda Spital benutzen wir hierfür hochauflösende Ultraschallgeräte, diese können die Entzündung quasi «live» darstellen.

Je nach Lage werden auch weiterführende bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRI) eingesetzt. Sehr wichtig sind auch Labortests, um den Entzündungsgrad im Blut zu ermitteln und um die Arthritis zu klassifizieren. Laboruntersuchungen sind auch nötig, damit man medikamentöse Therapien bestimmen kann.

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Was kann man gegen Arthritis tun?


Effektive Behandlungsmethoden mit Medikamenten

Heute sind wir in der glücklichen Lage, die meisten Patientinnen und Patienten mit Arthritis sehr effektiv behandeln zu können. Hierfür steht uns nebst bewährten Medikamenten ein ganzer Strauss von modernen, zielgerichteten Medikamenten zur Verfügung, etwa «Biologika», zu welchen etwa die «TNF-Blocker» gehören. Biologika werden gentechnisch aus biologischem Material hergestellt. TNF-Blocker blocken einen speziell entzündungsfördernden Botenstoff des Körpers. So hemmen sie die Entzündung und bekämpfen die Symptome.

Unsere Fachärztinnen und Fachärzte wählen die Therapie individuell auf die Betroffenen abgestimmt aus und angepasst an das jeweilige Krankheitsstadium. Dabei klären wir Sie sorgfältig über Wirkungen und Nebenwirkungen sowie zum Nutzen-Risiko-Verhältnis auf. An der Klinik Rheumatologie und Schmerzmedizin am Bethesda Spital arbeiten mehrere Fachspezialistinnen und -spezialisten, die über jahrelange Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von Arthritis-Patientinnen und -Patienten verfügen. Auch notwendige bildgebende Verfahren (Gelenkultraschall, MRI) sowie die spezielle «Arthritis Sprechstunde» stehen Ihnen zur Verfügung.
 

Injektionen gegen Gelenkschmerzen

Bei einzelnen akut entzündeten Gelenken helfen Glucocorticoide («Steroide», «Cortison») sehr rasch und effektiv. Am Bethesda Spital spritzen wir diese Medikamente unter ultraschallkontrolliert direkt ins Gelenk. Mit dieser Methode erzielen wir einen möglichst grossen lokalen Effekt bei minimalen Nebenwirkungen.

Die medikamentöse Therapie bei Arthritiden umfasst orale (Tabletten) und parenterale (Infusionen; Spritzen unter die Haut) Therapien. Für einen optimalen Effekt werden sie kombiniert. Sämtliche etablierten Arthritis-Therapien stehen unseren Patientinnen und Patienten zur Verfügung, inklusive medikamentöser Basistherapien, Biologica (inkl. Infusionstherapien) und ultraschallgesteuerter Behandlungen der Gelenke.

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Arthritis betrifft Menschen jeden Alters

Menschen können unabhängig von ihrem Alter von Arthritis betroffen sein. Die rheumatoide Arthritis und die Arthritiden bei Kollagenosen, z. B. Systemischer Lupus Erythematosus (auch:  SLE, Lupus), treten etwa neunmal häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Typischerweise beginnt die Krankheit um die Zeit der Menopause herum, manchmal aber auch früher.

Spondarthritiden und Gicht betreffen normalerweise eher Menschen im Erwachsenenalter. Die Pseudogicht ist bei älteren Menschen, also typischerweise ab 70 Jahren, häufig.

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FAQs zur Arthritis

Wir haben die häufigsten Fragen rund um Arthritis zusammengetragen, beantwortet von unseren medizinischen Expertinnen und Experten.

Haben Sie weitere Fragen, die Sie hier nicht beantwortet finden? Sie können uns dazu gerne kontaktieren – wir sind gerne für Sie da.

Arthritis bezeichnet die Entzündung von Gelenken. Sie ist von der Arthrose, bei der die Gelenke nicht entzündet, sondern abgenutzt sind, unbedingt zu unterscheiden. Die rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke mit vielfältigen Auslösern: Giftstoffe, Schwermetalle, Gluten, Infektionen, Stress oder Nikotin. Kleine Finger- oder Zehengelenke, Hand- und Sprunggelenke, aber auch grössere Gelenke und die Wirbelsäule (Morbus Bechterew) können davon betroffen sein. Das Bethesda Spital bietet eine spezielle «Arthritis Sprechstunde» an und ist gerne Ihr Ansprechpartner.

Symptome der Arthritis sind stechende Gelenkschmerzen, eine deutliche Gelenksteifigkeit und Schwellungen der Gelenke. Typisches Anzeichen ist die Morgensteifigkeit der Gelenke, die eine oder bis zu mehreren Stunden andauern kann. Dabei kann teilweise nicht mal mehr die Faust geschlossen werden.

Die Fachärztin oder der Facharzt Rheumatologie wird bei Verdacht auf Arthritis in erster Linie eine genaue Anamnese (Krankengeschichte) erheben und Sie klinisch untersuchen. Bestehen zum Zeitpunkt der Untersuchung typische Symptome einer Arthritis, sollte die Gelenkentzündung unbedingt mit objektiven Untersuchungsmethoden festgehalten werden.

Heute sind wir in der glücklichen Lage, die meisten Patientinnen und Patienten mit Arthritis sehr effektiv behandeln zu können.

Arthritis macht sich in kleinen Gelenken bemerkbar. Im Anfangsstadium macht sich die Gelenkentzündung in kleinen Gelenken wie in den Fingern oder Zehen bemerkbar. Die entzündeten Gelenke schwellen an, schmerzen sogar in Ruhe und reagieren empfindlich auf Druck. Häufig sind sie auch überwärmt.

Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten im Bethesda Spital unterstützen Sie gerne.
Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten im Bethesda Spital unterstützen Sie gerne.
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Die Spezialistinnen und Spezialisten zum Thema Arthritis

Das Krankheitsbild Arthritis fällt in den Fachbereich unserer Rheumatologie/Schmerzmedizin. Die erfahrenen Spezialistinnen und Spezialisten sind gerne für Sie da – lassen Sie sich individuell von ihnen beraten, welches für Ihr Anliegen das passende Angebot ist.

Ihre Vorteile im Bethesda Spital

Wir erbringen fachübergreifend Spitzenleistungen in Medizin, Pflege und Therapie, fördern Innovation und bewegen uns auf dem neusten Stand von Forschung und Technik. Persönliche Betreuung in familiärer Atmosphäre. unsere ausgezeichnete Hotellerie sowie die ruhige Lage im Park unterstützen Ihre Genesung.

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