Im Jahre 1990 – am Hebammenkongress der Internationalen Hebammenvereinigung (International Confederation of Midwives) in Japan - wurde der Internationale Hebammentag ins Leben gerufen. Am 5. Mai 1991 ist er erstmals durchgeführt worden. Der 5. Mai soll immer wieder Zeichen dafür sein, die Solidarität zwischen Hebammen und Frauen auf der ganzen Welt zum Ausdruck zu bringen und die Gesellschaft für die reproduktive Gesundheit zu sensibilisieren. Dabei treten Hebammen an die Öffentlichkeit, um auf ihren Berufsstand, ihre Leistungen und Anliegen aufmerksam zu machen. Das wollen auch wir.

Deshalb haben wir mit Serena Pepe - Hebamme im Bethesda Spital - ein Interview geführt und sie unter anderem gefragt. was sie an ihrem Beruf so besonders findet.

Was bedeutet es für Dich Hebamme zu sein?

Es bedeutet mir persönlich sehr viel, Frauen durch die Schwangerschaft, Geburt und das Wochenbett empathisch und verantwortungsvoll zu begleiten. Zudem schätze ich es sehr, eine grosse Verantwortung zu tragen und viel von meinem Beruf zurück zu bekommen.

Was macht der Beruf Hebamme zu sein so besonders und einzigartig für Dich?

Eine Geburt zu begleiten und der unbeschreibliche Moment, wenn die Eltern zum erste Mal ihr Neugeborenes anschauen, ist schlicht unbeschreiblich. Einzigartig macht für mich der Beruf der Hebamme, dass ich während der ganzen Begleitung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett sehr selbständig arbeiten kann.

Wie erlebst du dein Aufgabenfeld in Bezug auf deine Handlungskompetenzen?

Im Bethesda Spital arbeiten wir auch mit Komplementärmedizin wenn es erforderlich ist. Ergänzend und falls notwendig kann man dann mit Schulmedizin intervenieren. Diese Kombination schätze ich sehr. Ebenfalls bereichernd empfinde ich unser gemischtes Team aus erfahrenen und jungen Hebammen, was zu einem hervorragenden Wissenstransfer führt.

Eine Geburt zu begleiten und der unbeschreibliche Moment, wenn die Eltern zum erste Mal ihr Neugeborenes anschauen, ist schlicht unbeschreiblich.

Serena Pepe, Hebamme im Bethesda Spital

Wie schätzt du deine Entwicklungsmöglichkeiten im Bethesda Spital ein?

Diese sind hier im Bethesda Spital sehr offen. Ich plane zurzeit mein Bachelor of Science Studiengang und bin gleichzeitig für unsere Praktikantinnen im Gebärsaal zuständig - eine Kombination, die mir sehr zusagt und auf meine Bedürfnisse eingeht.

Welche Situation beschreibt was gute Hebammenpraxis für dich bedeutet?

Für mich ist das einfach eine fachkompetente, einfühlsame, empathische und liebvolle Betreuung.

Wie erlebst du die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen?

Ich erlebe die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen als sehr kooperativ. Bei wenig Arbeitsaufwand werden z.B. interdisziplinäre Notfälle geübt oder interdisziplinäre Gespräche geführt. Davon profitiere ich enorm.

Weshalb denkst Du, ist der Beruf der Hebamme für uns alle so wichtig?

Eine Hebamme begleitet Geburten im Spital, in einem Geburtshaus oder zu Hause. Sie trägt die Verantwortung für den Ablauf des Geburtsprozesses, sowie die Betreuung des Neugeborenes. Es ist der Start eines Lebens und für die Eltern eines neuen Lebensabschnitts. Ich denke, die Person bzw. die Berufene, welche diesen Moment begleiten darf, ist für das Kind und die Eltern sehr wichtig.

Herzlichen Dank für das Interview liebe Serena Pepe, Hebamme

Serena Pepe, Hebamme
Serena Pepe, Hebamme
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