Als Schwangere kreisen die Gedanken ständig um das Wohlbefinden des ungeborenen Babys. Durch die neue Erkenntnis des BAG, dass für Schwangere ein leicht erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht, ist doppelte Vorsicht geboten. 

Ausschlaggebend für diesen Entscheid sind neuere Studien, die vermehrt Hinweise geben, dass schwangere Frauen bei einer Erkrankung am neuen Coronavirus im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen des gleichen Alters ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben können. Dies ist jedoch die Minderheit. Hier können Sie die wichtigsten Informationen nachlesen, die wir für Sie zusammengestellt haben.

 

Was bedeutet es für mich, als Schwangere zur Corona-Risikogruppe zu gehören? Schwangere zur Risikogruppe einzuteilen ist eine Vorsichtsmassnahme des BAGs und soll Schwangere zusätzlich sensibilisieren und schützen. Wichtig ist, dass die Schwangeren sich penibel an die Schutzmassnahmen halten. Händedesinfektion und die Abstandsregel einhalten sind sehr wichtig.

Wir empfehlen den Schwangeren - wo möglich - im HomeOffice zu arbeiten.

Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)

Welche Gefahr besteht für mich als Schwangere?

Neue Studien zeigen auf, dass im letzten Drittel der Schwangerschaft das Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf und die Gefahr einer Frühgeburt erhöht sein könnte.

Ausserdem könnte auch in Einzelfällen das Ungeborene angesteckt werden. Vor allem bei Schwangeren, die übergewichtig, älter als 35 Jahre oder krank sind, deuten die Studien auf ein erhöhtes Risiko.

 

 

 

 

 

 

Sind alle Schwangeren gleichermassen gefährdet?

Nein. Das erhöhte Risiko ist bei Übergewicht, über 35 Jahren und bestehender Krankheit gegeben.

Ohne Symptome oder Kontakt mit infizierten Personen ist kein Corona-Test notwendig.

Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)

Müssen sich nun alle Schwangeren testen lassen? Nein. Man müsste den Test sonst ständig wiederholen.

 

 

Welche Folgen hätte eine Infektion für das Neugeborene? Ungeborene können ebenfalls mit Covid-19 infiziert werden. Es schadet ihnen aber offenbar nicht. Ist die Mutter an Covid-19 erkrankt, könnte es hingegen zu mehr Frühgeburten kommen.

 

 

 

Und wenn ich mich doch infiziere?

Wird eine schwangere Frau trotzdem infiziert, müsse die Schwangerschaft engmaschig überwacht werden, insbesondere mit Ultraschall-Untersuchen alle vier Wochen.

 

 

 

Ist ein Kaiserschnitt nötig, wenn ich infiziert bin? Nein, ein Kaiserschnitt allein aufgrund einer Covid-19-Erkrankung ist gemäss SGGG nicht notwendig, sofern die Frau nicht schwer erkrankt ist.

 

 

BAG Pressekonferenz vom 5. August 2020

Weitere FAQs und Feedbackmöglichkeit

Die obenstehenden FAQ’s sind bewusst auf die zentralsten Fragen rund um die  erhöhte Gefährdung von Schwangeren beschränkt worden. Weitere FAQs zum Thema "Corona & Geburt" haben wir Ihnen wie unten aufgelistet zusammengestellt.

Sollten Sie eine Antwort vermissen, kontaktieren Sie uns bitte: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Weitere Informationen zum Thema:

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