Joshua Schulz (27) ist Pflegefachverantwortlicher auf der Privatstation im Bethesda Spital und studiert im 2. Semester "Master Pflegewissenschaft an der Universität Basel". Joshua zeigt uns mit seiner persönlichen Geschichte auf, weshalb ein Beruf in der Pflege eine Investition in die Zukunft ist.

 

Meine Ausbildung

Der Wunsch, eines Tages in der Pflege zu arbeiten, habe ich bereits sehr früh gespürt. Begonnen hat alles mit einem Schüler-Job in der Küche eines Altersheims, um mein „Sackgeld“ aufzubessern. Als mir das Spülen zu eintönig wurde, fragte ich, ob ich nicht auch mal Luft in der Pflege schnuppern könnte. Aus dem Wochenendjob wurde dann schliesslich mein Traumberuf.

Nach dem Gymnasium absolvierte ich das Bachelorstudium in der Pflege, obwohl ich damals oft hörte, ich solle doch viel besser Medizin studieren. Aber ich verfolgte mein Ziel, ganz dem Aufruf der Branche entsprechend „Die Pflege braucht hochqualifiziertes Personal“. Darin sah ich mich und erkannte damit auch schon früh mein persönliches Entwicklungspotenzial in der Pflege. Nach dem Bachelorabschluss wollte ich dann unbedingt auf der Privatstation im Bethesda Spital Basel arbeiten, da ich hier den besten Einsatzbereich für mich selbst sah und aus meiner Sicht die Pflegeforschung und Entwicklung zukunftsweisend ist.

Pflegen heisst nicht nur Patientinnen und Patienten waschen. Pflege bedeutet, mit den Patientinnen und Patienten in Kontakt zu sein, Ihre Bedürfnisse zu erkennen und Ihnen zu helfen.

Joshua Schulz, Dipl. Pflegefachmann FH

Arbeit und Studium unter einem Hut

Nun arbeite ich seit Oktober 2017 als Fachverantwortlicher/Pflegeexperte auf der Privatstation des Bethesda Spitals. Mit meinen 27 Jahren bin ich noch jung für eine Stelle mit Fachverantwortung, aber ich schätze es sehr, welches Vertrauen mir entgegengebracht wird. Meine vielseitigen Aufgaben und täglichen Herausforderungen sind anspruchsvoll, vielseitig und fordern mich – also genau, was ich mir vorgestellt habe.

Einen typischen Arbeitsalltag gibt es nicht. In der Pflege verbringen wir Tage mit ganz unterschiedlichen Aufgaben und dann wieder Tage mit hochkomplexen Situationen, begleitet von Fallbesprechungen oder Coachings. Eine Konstante bleibt jedoch: Ich bin immer Pflegeexperte und unterstütze meine Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Arbeit – auch wenn ich ganz normal als Pflegefachmann am Bett arbeite.

Ich arbeite nun seit über drei Jahren auf der Privatstation und lerne nach wie vor unglaublich viel, kann mich sehr gut einbringen und bin Teil eines grossartigen Teams.

Joshua Schulz, Dipl. Pflegefachmann FH

Letzten September begann ich mit dem Masterstudium Pflegewissenschaft an der Universität Basel und bin nun im zweiten Semester. Grundsätzlich geht es im Masterstudium darum, wissenschaftliches Arbeiten im eigenen klinischen Kontext umzusetzen und die Pflegeentwicklung im klinischen Alltag mitgestalten und weiter entwickeln zu können. Ich habe den Schwerpunkt „Advanced Nursing Practice“ gewählt.

Bereits im Januar 2020 durfte ich ein „Workshadowing“ in den Niederlanden (Nijmegen) im „Radboud Universitair Medisch Centrum“ durchführen. Ich hatte während dem Aufenthalt die Möglichkeit, eine Nurse Practitioner (NP) bei ihrer Arbeit zu begleiten und somit eine Vorstellung zu erhalten, wie die Rolle der NP klinisch gelebt werden kann. Die NP hat ihre eigene Sprechstunde und wird von einem Arzt supervidiert. Sie begleiten ihre Patienten in verschiedenen Lebensphasen, führen körperliche Untersuchungen durch, sind auf dem neusten Forschungsstand, dokumentieren ihre Befunde und Interventionen, kümmern sich um das Medikamentenmanagement, interpretieren diagnostische Tests, leiten diverse Interventionen ein und arbeiten eng mit Ärzten zusammen. Das gefiel mir, denn im Gegensatz zur Schweiz wird einem Pflege-Experte in Holland mehr Verantwortung und Eigeninitiative in der Pflege an Patienten übergeben.

Um im Alltag Arbeit und Studium unter einen Hut zu bringen, braucht es sehr viel Disziplin, Struktur und Motivation. Neben meinem Arbeitspensum von 80% im Spital, verlangt mir das Studium sehr viel ab. Aber das bin ich bereit zu investieren – für mich, meine Aufgabe und die Zukunft in meinem Beruf.

Ich will den Beruf der Pflege in Zukunft verändern.

Joshua Schulz, Dipl. Pflegefachmann FH

Meine Zukunft

Arbeitskolleginnen und -kollegen zeigen oft Interesse an meinem Studium. Oft höre ich jedoch „warum braucht es einen Master?“. Mir fällt es dann jeweils leicht, den Nutzen im klinischen Alltag aufzuzeigen. Wie sich die Zukunft entwickeln wird, kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen, jedoch weiss ich eines „Ich will den Beruf der Pflege in Zukunft verändern“. Konkret möchte ich meinen Beitrag zur Pflegewissenschaft und Pflegeentwicklung leisten, meine Mitarbeitende unterstützen und motivieren sich weiter zu entwickeln und die Pflegewissenschaft im Bethesda Spital weitebringen und innovativ zu positionieren.

 

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Joshua Schulz, Dipl. Pflegefachmann FH
Joshua Schulz, Dipl. Pflegefachmann FH
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